Kommt die Schnellbus-Linie von Haltern über Lüdinghausen und Ascheberg nach Drensteinfurt?

hzOst-West-Achse

Von Haltern nach Drensteinfurt und wieder zurück - per Bus: Das wünschen sich die Bürgermeister aus Haltern, Lüdinghausen, Ascheberg und Drensteinfurt. Nur kommt die Linie auch?

von Heidrun Riese

Haltern

, 18.09.2019, 15:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Per Bus und Bahn statt mit dem Auto zum Ziel kommen, ohne komplizierte und zeitraubende Umwege – um das auch auf der Ost-West-Achse zu ermöglichen, wollen die Bürgermeister von Lüdinghausen (Richard Borgmann), Ascheberg (Dr. Bert Risthaus) und Haltern am See (Bodo Klimpel) eine neue Schnellbuslinie für das südliche Münsterland auf den Weg bringen.

Mit ihrer Idee haben sich die Kommunen bereits an den Kreis Coesfeld gewandt. „Der Prüfauftrag ist schon im aktuellen Nahverkehrsplan enthalten“, informierte der Ascheberger Bürgermeister am Dienstagnachmittag im Lüdinghauser Rathaus beim Treffen mit seinen Amtskollegen. Anlass hierfür war das Unterschreiben eines gemeinsamen Briefes an die Verbandsvorsteher des Zweckverbands SPNV Münsterland (Dr. Klaus Effing, Landrat des Kreises Steinfurt) und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (Erik O. Schulz, Bürgermeister der Stadt Hagen), mit dem die Verwaltungschefs ihr Vorhaben anschieben wollen.

„Die Ost-West-Achse ist wichtig“

Und warum das Ganze? „In der Nord-Süd-Richtung haben wir vielfältige Angebote“, erklärte Borgmann. „Aber wir stellen oft fest, dass auch die Ost-West-Achse wichtig ist.“ Letztere sei nicht durch Bahnlinien abgedeckt, daher jetzt die Idee mit dem Schnellbus. Der soll, so der Plan, die Bahnhöfe von Haltern am See, Lüdinghausen, Ascheberg und Drensteinfurt über die B 58 miteinander verbinden. „Wir wollen die Bürger stärker dazu bewegen, Bus und Bahn zu nutzen“, informierte Borgmann.

Ein wesentlicher Beweggrund sei dabei der Klimaschutz. „Der Individualverkehr nimmt von Jahr zu Jahr zu“, betonte Klimpel. Dessen Abbau voranzutreiben, müsse nicht nur in großen Städten versucht werden. „Das Klima wird auch im ländlichen Raum belastet“, machte er deutlich. „Wir bekommen die Reduzierung des Individualverkehrs nur in den Griff, wenn wir Angebote schaffen.“

Risthaus sprach außerdem konkrete Probleme in Ascheberg an: die anstehende Bahndammsanierung sowie das, so der Bürgermeister, dringend benötigte zweite Gleis auf der Strecke zwischen Münster und Lünen. „Der Handlungsdruck ist da.“

Die Bürgermeister hoffen auf eine kurzfristige Umsetzung zum Sommerfahrplan 2020. Ein ambitioniertes Vorhaben, wie Klimpel zugab. „Aber das ist kein Hexenwerk.“ Auch Risthaus ist überzeugt: „Das ist eine gute Maßnahme, die schnell umzusetzen ist.“

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