Kräuter aus der Schnecke

Tierische Forscherkids waren am Schloss aktiv

28.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Links neben dem Tor von Schloss Sythen legten die 15 Jungen und Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahren gemeinsam mit den Biologie-Studentinnen Maria Gernemann und Lena Neuhaus eine Kräuterschnecke an - als Mai-Projekt. «Eigentlich wollten wir die Schnecke bereits im März anlegen, aber da war das Wetter leider zu schlecht», erzählt Maria Gernemann. Stattdessen durften die Kinder damals einige Kräuter, wie Petersilie, in Blumentöpfen einsäen und mit nach Hause nehmen. Die Vorbereitungen für die Kräuterschnecke übernahmen drei Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins, die Tierischen Forscherkids gehören dem Verein an. Die Erwachsenen setzten die Natursteine in Schneckenform und befüllten diese mit Mutterboden. Die Kinder waren dann für die Feinheiten zuständig, füllten die Lücke, befüllten ein Wasserfass und pflanzten die Kräuter ein. Dabei lernten die Jungen und Mädchen, welche Pflanzen viel und welche wenig Sonnenlicht benötigen. Danach wählten sie die Standorte in der Schnecke aus. «Ganz oben beispielsweise wurden Salbei und Thymian gepflanzt. Das sind Kräuter, die viel Licht benötigen. Im Wasserfass landeten Wasserminze und Brunnenkresse», erläuterte Maria Gernemann. Außerdem fanden Sauerampfer, Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse, Majoran, Essig- und Brunnenkraut ihre Plätze in der Kräuterschnecke - ein schöner Anblick für die Besucher des Schlosses. 15 Kinder gehören den Tierischen Forscherkids an, 35 Interessenten gab es aber. «Mehr können wir zurzeit leider nicht aufnehmen, das wäre zu viel für uns», bedauern Gernemann und Neuhaus. An jedem 4. Dienstag im Monat treffen sie sich. Für die anderen Jungen und Mädchen gibt es Extra-Aktionen, etwa Fledermausabende oder eine Erntedankfete an der Hütte des Natur- und Vogelschutzvereins in der Schultendille. «Um den Gedanken an Erntedank aufrecht zu er halten», erläutert Rolf Behlert vom Natur- und Vogelschutzverein. big

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