Kröten werden in Sicherheit gebracht

Aufbau der Fangzäune

Seit einigen Jahren haben der Naturschutzbund Haltern (Nabu) und andere Naturschützer dem massenhaften Tod von Amphibien auf unseren Straßen den Kampf angesagt. Bald werden deshalb in Haltern wieder Amphibienschutzzäune aufgebaut. Dazu werden aber noch Helfer gesucht.

HALTERN

, 22.01.2016, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kröten werden in Sicherheit gebracht

Damit die Kröten nicht überfahren werden, bauen Naturschützer auch in Haltern am See Amphibienschutzzäune auf.

Am 30. Januar (Samstag) soll erstmals ein doppelter Zaun an der Quarzwerkestraße, an der Grenze zwischen Sythen und Hausdülmen errichtet werden. Quarzwerke-Chef Holger Gerding hatte den Nabu angesprochen, weil seine Mitarbeiter und die Fahrer der LKW im vergangenen Jahr zahlreiche Kröten und Frösche dort totgefahren hätten und dies jetzt verhindern wollten.

„Um 10 Uhr wollen wir dort mit der Arbeit beginnen“, sagt Christina Schöner, Sprecherin des Nabu in Haltern am See. Auch Mitarbeiter der Quarzwerke hätten ihre Unterstützung zugesagt. Trotzdem bittet Schöner ambitionierte Helfer, eventuell vorhandene Spaten von zu Hause mitzubringen, da diese in der Vergangenheit oft Mangelware gewesen seien. „Wir wissen auch noch nicht, wie viele Fangeimer wir einbuddeln müssen und wie lang der Fangzaun wird“, so die Nabu-Sprecherin.

Sythen und Holtwick

Schon am 31. Januar (Sonntag) geht es mit dem Schutzzaunbau weiter. An der Ortsausfahrt Sythen, Stockwieser Damm, müssen 200 Meter Folienzaun gesetzt werden und zwölf Fangeimer in den Boden. Noch 2010 konnten hier 798 Erdkröten, fünf Grasfrösche, je ein Kammolch sowie ein Teichfrosch gesammelt werden.

Am Teich in Holtwick stehen die Amphibien-Sammler vor der Entscheidung, auch einen Fangzaun zu errichten. „Wir sind mit dem Nabu in engem Kontakt“, sagt Hermann Bergjürgen. Mit vier Naturschützern aus Holtwick sammelt Bergjürgen seit Jahren die Tiere ab, der Kreis stellt Schilder auf und die Geschwindigkeit bei der Ortsdurchfahrt wird auf Tempo 30 reduziert. Wann es soweit ist, kann Bergjürgen noch nicht genau sagen. „In den letzten Jahren setzte die Wanderung hier erst Mitte Februar bis Anfang März ein“, nennt Bergjürgen vorsichtig einen Zeitpunkt. 

Infos: Christian Lynen, Tel. 93 53 30, E-Mail:; Christina Otto-Schöner, Tel. 94 93 30, E-Mail:   

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