Kürzere Öffnungszeiten? Das ist der falsche Weg aus der Krise

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Eine Frau mit Mund-Nasen-Bedeckung steht vor einem Kühlregal im Supermarkt.
Der schnelle abendliche Einkauf ist für viele wichtig, meint unsere Autorin. © picture alliance/dpa/telam
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Kalte Schwimmbäder, wenig duschen und so geizig heizen wie möglich – die Menschen nehmen im Alltag gerade viel hin. Die Liste der kleinen Entbehrung ist lang. Ich nehme so was gerne hin, damit bin ich nicht allein. Das gemeinsame Ziel, Putin etwas entgegenzusetzen, haben viele trotz politischer Grabenkämpfe weiter vor Augen.

Die Entscheidung von Aldi, seine Filialen früher zu schließen, geht in die falsche Richtung. Wenn andere Märkte folgen, ist das eine unnötige Belastung. Es gibt viele Menschen, die neben Job und Familie oft erst abends dazu kommen, noch schnell durch den Supermarkt zu huschen. Hier jetzt die Daumenschrauben anzulegen, sorgt nur für Unverständnis. Mal abgesehen davon, dass die großen Energiefresser in den Supermärkten die Kühlaggregate sind, die rund um die Uhr laufen müssen.

Bei der Grundversorgung ist die rote Linie erreicht

Möbelhäuser, Kleidergeschäfte oder Shoppingcenter können gerne früher schließen, aber bei Lebensmitteln geht es um die Grundversorgung. Die Stimmung in der Gesellschaft wird im Winter wahrscheinlich schlecht. Den Menschen jetzt auch noch den Erwerb ihrer Nahrungsmittel zu erschweren, geht in die falsche Richtung. Andere Maßnahmen sind sinnvoller und werden von einer breiteren Masse solidarisch getragen.

Redakteurin Victoria Garwer vertritt eine ganz andere Meinung. Sie befürwortet die kürzeren Öffnungszeiten in den Supermärkten. Ihre Argumente lesen Sie in ihrem Kommentar.

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