Landrat und Bürgermeister wollen Schulen im Distanzunterricht lassen

Weil ein Inzidenzwert von über 200 erwartet wird, bitten der Kreis Recklinghausen und seine Städte das Land um eine frühzeitige Entscheidung über die Fortsetzung des Distanzunterrichts.
Stühle stehen in einem leeren Klassenzimmer, da der Unterricht nur online stattfindet. © picture alliance/dpa

Landrat Bodo Klimpel und die Bürgermeister der zehn kreisangehörigen Städte, also auch Andreas Stegemann in Haltern, bitten um Zustimmung des Landes, die Schulen auch ab dem kommenden Montag weiterhin in Distanzunterricht zu belassen. „Es ist deutlich abzusehen, dass wir spätestens am Wochenende die Inzidenz von 200 überschreiten werden“, heißt es in einem Schreiben, das am Donnerstag an die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) ging.

„Die Schulen und Eltern brauchen Planungssicherheit“

„Unser Ziel ist es, neben der Eindämmung der Infektionszahlen den Schulen und den Eltern aufgrund der absehbaren Entwicklung frühzeitig Planungssicherheit zu geben. Wir bitten das Land dringend darum, unser Vorhaben zu unterstützen und bitten um kurzfristige Rückmeldung“, schreiben Landrat und Bürgermeister weiter.

Die Bundesregierung hat sich mit Beschluss vom 13. April 2021 für eine unmittelbare gesetzliche Untersagung des Schulbetriebs in allen Ländern ausgesprochen, wenn eine Inzidenz von 200 überschritten wird. Die geplante Regelung sieht für Schulen – mit Ausnahmemöglichkeiten für Abschlussklassen – in ganz Deutschland Distanzunterricht ab einem lokalen Inzidenzwert von 200 vor. Die Landesregierung hat zuletzt angekündigt, diese Regelung mitzutragen.