Mit ihrer Trecker-Parade sorgten Halterns Landwirte für große Begeisterung. © Winkelkotte
Trecker-Umzug + Video

Landwirte bringen einen „Funken Hoffnung“ auf die Straßen der Stadt

Mit einem Umzug weihnachtlich geschmückter Trecker haben Halterner Landwirte am Samstag einen „Funken Hoffnung“ zu den Menschen gebracht. Die Aktion sorgte für große Begeisterung.

„Das ist eine richtig tolle Parade. Wahnsinn, was unsere Landwirte da auf die Beine gestellt haben“, freute sich zum Beispiel Marie-Luise Wiethoff, die den Trecker-Umzug mit ihren Enkelkindern am Kreisverkehr in Sythen verfolgte.

Am Samstagabend (5. Dezember) hatten sich die Landwirte mit ihren geschmückten Traktoren in Haltern getroffen. Um 18 Uhr setzten sie sich zunächst in Richtung Sythen in Bewegung. Dann ging es weiter nach Lavesum und Lippramsdorf, von wo aus der Zug sich später wieder Richtung Halterner Innenstadt bewegte. Rund 30 Trecker waren erwartet worden. Am Ende waren es deutlich mehr, die sich an der Aktion beteiligten. Entsprechend begeistert war Mitorganisator und Landwirt Tobias Beermann.

„In diesem Jahr fallen alle Nikolaus- und St. Martins-Umzüge wegen der Corona-Pandemie aus“, sagte Markus Enstrup, der zusammen mit Tobias Beermann stellvertretend für die beteiligten Landwirte die Aktion vorgestellt hatte. „Deshalb haben wir uns überlegt, ob wir nicht mit einem Trecker-Umzug Licht und adventliche Stimmung zu den Familien bringen können.“

Große Kooperationsbereitschaft bei Ordnungsamt und Kreispolizei

Die Halterner Landwirte beteiligten sich damit an einer landesweiten Aktion. Allerdings hatten die Behörden nicht in allen Landkreisen dazu die Genehmigung erteilt. Tobias Beermann bedankte sich deshalb ausdrücklich für die Kooperationsbereitschaft beim Ordnungsamt der Stadt Haltern und bei der Kreispolizei. „Sie haben uns keine Steine in den Weg gelegt.“

Allerdings galt es, einige „Corona-Auflagen“ zu beachten. Dazu gehörte, dass die Landwirte im Vorfeld die genaue Route nicht bekannt geben durften. So sollte vermieden werden, dass sich an den Straßen große Zuschaueransammlungen bilden. Da der Konvoi von der Polizei begleitet wurde, durften die Trecker mit Sonderbeleuchtung fahren.

Carsten Raubaum reihte sich in Sythen spontan mit seinem Trecker in den Umzug ein.
Carsten Raubaum reihte sich in Sythen spontan mit seinem Trecker in den Umzug ein. © Winkelkotte © Winkelkotte

In Sythen fand sich am Samstag auch Carsten Raubaum mit Katja und den zwei Kindern Leon und Pepe am Kreisverkehr ein – allerdings nicht zu Fuß, sondern mit seinem Kramer K15 Trecker. Er reihte sich mit seinem Fahrzeug in den Umzug ein, nachdem die Polizei ihm spontan grünes Licht dafür erteilt hatte. „Einfach eine tolle Idee“, war auch der Familienvater hellauf begeistert.

Über den Autor
Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte

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