Lavesum und Co.: Kreative Bürgerideen für die Ortsteile brauchen Unterstützung

Keine Lebensmittelgeschäfte, keine Banken, keine Gaststätten: In mehreren Halterner Ortsteilen fehlen Anlaufstellen und Treffpunkte. Kreative Ideen wären aber möglicherweise umsetzbar.
Mit der Schließung von Enstrups Hofladen ist eine weitere Anlaufstelle in Lavesum weggebrochen.
Mit der Schließung von Enstrups Hofladen ist eine weitere Anlaufstelle in Lavesum weggebrochen. © Jürgen Wolter

Wer nach Lavesum zieht, der weiß, dass es dort kaum Infrastruktur für den Lebensmitteleinkauf gibt, dass Banken und Gasstätten weitgehend weg sind. Dafür wohnt man im Grünen in einer reizvollen Landschaft. Sicher. Aber was ist mit denen, die hier schon wohnen, die nicht mehr (Auto-)mobil sind, die nicht bis Sythen oder Haltern zum Einkaufen fahren können?

Lavesum hat dieses Problem nicht alleine. In Flaesheim, Hamm-Bossendorf oder auch Hullern sieht es (bis auf wenige Ausnahmen wie den dortigen Dorfladen) nicht viel anders aus. Gespräche mit Lavesumer Einwohnern zeigen: Man kann kreativ werden und Ideen abseits der eingefahrenen Wege entwickeln. Dass es dafür Fördermittel geben kann, eröffnet Perspektiven.

Neues Leben zurückbringen

Dass die Stadt Haltern solche Initiativen unterstützen würde, ist löblich. Dass sie diese aber nicht initiieren will, eher dürftig. Ausschließlich auf bürgerschaftliches Engagement zu setzen, ist zu wenig. Viele sollten an einem Strang ziehen.

Bürgergespräche oder ein Arbeitskreis zur Entwicklung der Ortsteile wären ein Anfang. Mit Initiativen lässt sich neues Leben zurückbringen. Nicht nur zum Einkaufen, sondern auch für ein lebendigeres Dorfleben. Dazu braucht es aber Treffpunkte. Warum nicht auch einen Bioladen mit Café in Lavesum? Zum Beispiel.

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