Lebenswertes (H)Altern

16.11.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Haltern Um die Bedürfnisse ihrer älteren Bürgerinnen und Bürger zu ermitteln, hat bisher keine andere Kommune im Kreis Recklinghausen eine so detaillierte Untersuchung durchgeführt wie die Stadt Haltern. Dem Verfasser der qualitativ einmaligen und noch dazu repräsentativen Studie mit dem Titel "Generation 55plus", Helmut Lampe, war es am Donnerstag vorbehalten, den zuständigen Fachausschuss über die Ergebnisse zu informieren (wir berichteten vorab).

Bei allen Fraktionen stieß seine Arbeit auf ein positives Echo. Nun sei eine gesicherte Datengrundlage für künftige Handlungsfelder der Politik vorhanden. Der Beschlussentwurf der Verwaltung ging der CDU-Fraktion allerdings nicht weit genug. Sie stimmte darin überein, dass "Seniorenpolitik als gesamtstädtische Querschnittsaufgabe wahrzunehmen" sei - setzte aber durch, dass eine Projekt- und Lenkungsgruppe eingerichtet wird, die Konzepte und Handlungsempfehlungen entwickelt. Auch der durch die Befragung ermittelte Wunsch der älteren Menschen nach mehr ehrenamtlicher Tätigkeit soll aufgegriffen und unterstützt werden. Auf Vorschlag der Verwaltung wiederum wurde der Beschlussentwurf noch um den Zusatz erweitert, dass bereits vorbereitende Arbeiten, für die bereits seit geraumer Zeit eine Fachkraft eingesetzt wird, fortgesetzt werden. Ein Bericht soll dem Ausschuss im nächsten Jahr vorliegen. Diesem geänderten Beschlussvorschlag stimmten alle Fraktionen einstimmig zu.

Für den Seniorenbeirat hatte zuvor Renate Tröster die umfangreiche Bürgerbefragung gelobt. "Für uns war so ein Fragebogen eine Nummer zu groß", bedankte sie sich. Der gute Rücklauf sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Seniorenbeirat seine Klientel zur Teilnahme aufgerufen habe.

Dem konnte Helmut Lampe nur zustimmen. Sein Schlusswort brachte die gesamte Bürgerbefragung auf den Punkt und benannte gleichzeitig das übergeordnete Ziel von Altenhilfeplanung für die Zukunft: "Lebenswertes (H)Altern am See". siwi

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