Legionäre servierten römisches Brot aus dem Lehmofen mit Moretum

Römermuseum

Im Römermuseum fanden sich am Wochenende wieder zahlreiche Römer ein. Neben dem Feldlager der Legionäre stand ein Lehmkuppelofen im Mittelpunkt. Dort wurde römisches Brot gebacken.

Haltern

, 17.08.2020, 10:00 Uhr
Legionär Hans-Werner Berg demonstrierte, wie die Römer im Feld Brot gebacken haben.

Legionär Hans-Werner Berg demonstrierte, wie die Römer im Feld Brot gebacken haben. © Jürgen Wolter

Bevor das Brot in den römischen Feld-Backofen kommt, macht „Legionär“ Hans-Werner Berg die „Mehlprobe“: Er wirft eine Handvoll Mehl in den aufgeheizten Backofen. Wenn es sich langsam bräunlich verfärbt, hat der Ofen die richtige Temperatur.

„Backen wie die Römer“ hieß es am Wochenende wieder am Halterner Römermuseum, erstmals unter Corona-Bedingungen, mit Abstand und den notwendigen Absperrungen. Hans-Werner Berg und „Bäckergeselle“ Yannick Peters demonstrierten, wie die Römer im Lehmkuppelofen Brot gebacken haben.

Nach der Mehlprobe kommen die Brote in den Ofen

Dazu werden zunächst Holzscheite in den Ofen geschoben, die entzündet werden. Sie heizen die Lehmkuppel auf. Ist die richtige Temperatur erreicht, wird das brennende Holz herausgezogen und der Ofen mit Wasser ausgewischt. Nach der Mehlprobe kommen die Brote in den Ofen, die in kurzer Zeit knusprig-braun den Ofen verlassen.

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Backen wie die alten Römer

Wie sie schmecken, davon konnten sich die Besucher am Wochenende selbst überzeugen. Verwendet wurde Vollkorn- und helles Dinkelmehl. Dazu gab es „Moretum“, einen Brotaufstrich aus Frischkäse und Gewürzen.

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Die Rekruten aus der Halterner Römergruppe übernahmen Einlass und Kontrolle am Westtor, das ebenfalls besichtigt werden konnte. Im Museum und im Außenbereich standen die Römer-Checker den Besuchern als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Kohorten aus Opladen und Haltern hatten vor dem Museum ihr Feldlager aufgeschlagen und ließen sich beim Lagerleben über die Schulter schauen.

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