Lindenallee Flaesheim: Prüfung abgeschlossen, Kreis ermahnt die Stadt

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Der massive Rückschnitt mehrerer Linden in Flaesheim hatte vor Wochen Aufsehen erregt. Nun hat die Untere Naturschutzbehörde des Kreises die Prüfung des Vorfalls abgeschlossen.

Flaesheim

, 08.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Unternehmen hatte Ende August im Auftrag der Stadt 52 Linden an der Haardstraße in Flaesheim massiv beschnitten. Die Halternerin Annette Fleuster zeigte sich über die radikale Vorgehensweise empört. „Eine intakte Lindenallee wurde verstümmelt, ein riesiger ökologischer Schaden angerichtet“, so die Grünen-Politikerin damals.

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Sie stellte den Sinn der Maßnahme in Frage und hakte bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises nach. Daraufhin hatte der Kreis die Stadtverwaltung angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten. Da es sich bei den Linden auf der Haardstraße um eine besonders schützenswerte Allee handelt, musste der massive Rückschnitt einen triftigen Grund haben. Die Stadt hatte ihre Maßnahme unter anderem mit der Verkehrssicherungspflicht begründet.

„Eine andere fachliche Sicht“

„Wir haben die Stellungnahme der Stadt Haltern vor einigen Tagen erhalten und eine Bewertung dazu vollzogen“, so Kreissprecherin Svenja Küchmeister am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion. „Es wurde deutlich, dass unsere Kollegen von der Unteren Naturschutzbehörde eine andere fachliche Sicht zu diesem Fall haben.“ Man habe die Verwaltung der Stadt Haltern bereits mündlich darüber informiert.

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Ein schriftlicher Abschlussbericht werde in Kürze dazu im Rathaus eingehen, so Küchmeister weiter. „Wir haben darin ausdrücklich auch die Bitte geäußert, künftig vergleichbare Maßnahmen bereits im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde abzustimmen.“

Die meisten Anwohner an der Haardstraße in Flaesheim finden es derweil gut, dass die Bäume auf ihrer Straße deutlich gestutzt wurden. Sie haben vor ihrer Haustür weniger Dreck durch Laub und klebrigen Blütenhonig.

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