Litauer Diebesbande soll BMWs zerlegt haben

Prozessauftakt

Airbags, Navis und Controller: Fünf mutmaßliche Mitglieder einer litauischen Autoknacker-Bande stehen in Essen vor Gericht. Die Angeklagten sollen bei ihren Taten immerzu auf eine eher außergewöhnliche Art vorgegangen sein. Der größte Coup gelang ihnen in einem Autohaus in Haltern.

ESSEN/HALTERN

03.01.2017, 12:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Litauer Diebesbande soll BMWs zerlegt haben

Im Prozess gegen die fünf Litauer geht es um März und April 2016. In dieser Zeit sollen die Angeklagten vor allem im nördlichen Ruhrgebiet aktiv gewesen sein. In einem Autohaus in Haltern sollen sie in einer Nacht sogar zwölf BMW aufgebrochen und hochwertige Elektronikteile ausgebaut haben. Die weiteren Tatorte lagen in Recklinghausen und Herten.

Gesteuert aus dem Internet

Die fünf Angeklagten kommen alle aus Litauen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie nur nach Deutschland eingereist sind, um Straftaten zu begehen. Als Unterschlupf und geheime Kommando-Zentrale soll eine Wohnung in Duisburg gedient haben. Die Klau- und Ausbau-Anweisungen für Airbags, Navis und Controller gab es angeblich aus dem Internet.

Passende Fußballjacke zum Prozess

Laut Anklage wurde die hochwertigen Elektronikteile nach Litauen und England verkauft. Einige der Angeklagten sollen früher auch schon im Raum Krefeld auf Beutetour gegangen sein. Angeblich ging es immer nur um Fahrzeuge der Marke BMW. Dazu passend - zumindst aus regionaler Sicht - kam einer der Angeklagten auch gleich in Bayern-München-Trainingsjacke zum Prozessauftakt.

Zu den Vorwürfen haben sich die Angeklagten noch nicht geäußert.

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