Unklar ist, wann die Möwe wieder auf dem Stausee unterwegs sein kann. © Daniel Winkelkotte
Ausflugsschiff

„Möwe“ bleibt vorerst am Anleger in der Halterner Stadtmühlenbucht

Fahrten mit dem Fahrgastschiff „Möwe“ sind aufgrund der Corona-Krise vorerst nicht möglich. Still und starr ruht der Dampfer an seinem Anlegesteg am Nordufer des Stausees.

Zu Anfang April, spätestens mit den Osterferien, startet eigentlich auch das Ausflugsschiff „Möwe“ seine Rundfahrten auf der Halterner Talsperre. Doch aufgrund der Corona-Krise ist völlig unklar, wann die erste Fahrt in diesem Jahr stattfinden wird. „Aufgrund der gültigen Coronaschutzverordnung des Landes sind uns weiterhin die Hände gebunden“, sagt Günther Schulz, der die Möwe bereits seit 2004 zusammen mit Karl-Heinz Wolff betreibt.

Das Land NRW verlängerte am Donnerstag die Coronaschutzverordnung und die damit verbundenen Maßnahmen bis zum 26. April. „Noch wissen wir nicht, wie danach die Regeln aussehen werden. Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen müssen wir aber wohl davon ausgehen, dass es leider noch dauern wird, bis wir wieder fahren dürfen. Ich rechne damit, dass es frühestens Mitte Mai wieder möglich sein könnte.“

Weniger Fahrgäste

Schon die vergangene Saison 2020 habe aufgrund der Krise verspätet begonnen und sei früher geendet. Weniger Fahrgäste waren die Folge. „Wir müssen das hinnehmen, auch wenn es natürlich schmerzt“, sagt Günther Schulz. „Ich hatte gehofft, dass diese Saison besser wird. Aber danach sieht es nicht aus.“

Auch die Jahre 2018 und 2019 seien unbefriedigend gewesen, so Schulz. „Schon da war unser Betrieb nur eingeschränkt möglich, weil zeitweise zu wenig Wasser im Stausee war. Die letzten drei Jahre waren wirklich ernüchternd.“ Wie es weitergeht, könne niemand wissen. „Verlässliche Planungen gestalten sich schwierig bis unmöglich“, sagt Schulz.

Auf der „Möwe“ erfahren Gäste Interessantes zur Entstehung des Stausees und zur heutigen Wassergewinnung. „In etwa 55 Minuten schippern Sie vorbei am Seebad und dem Restaurant Seeterrassen, der Vogelinsel, dem Hotel Seehof, dem Hohen Niemen und dem Segelboothafen/Stadtmühlenbucht und entdecken vom Wasser aus die schöne Natur“, heißt es auf der Seite der Stadt Haltern. Doch bis die nächste Fahrt erfolgen kann, wird es vermutlich noch dauern.

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Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte
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