Nach Debatte um Streupflicht am Halterner Bahnhof: „Wir mussten schnell reagieren“

hzDeutsche Bahn

Als Anfang Dezember Eisglätte vor der Behelfsbrücke am Bahnhof mehrere Passanten ins Stolpern brachte, entbrannte zwischen Stadt, Bahn und Caritas eine Diskussion darüber, wer streuen muss.

Haltern

, 17.12.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Halternerin hatte sich Anfang Dezember bei der Halterner Zeitung beschwert, dass es auf der Fläche vor der Behelfsbrücke nicht gestreut gewesen sei und sie an einem frostigen Morgen fast gestürzt sei. Ein Bahn-Mitarbeiter vor Ort sprach gegenüber der Halterner Zeitung gar von einem tatsächlichen Sturz eines Passanten. Dass es dort am Morgen des 5. Dezember sehr glatt gewesen sei, bestätigten darüber hinaus noch mehrere Personen. Die Bahn wies jede Zuständigkeit von sich und teilte mit, dass die Stadt Haltern dort streuen müsse, weil ihr das Gelände gehöre.

Wer streut eigentlich welche Fläche?

Die Stadt wiederum sagte auf Nachfrage, das Gelände sei ebenso wie das angrenzende Gebäude an die Jugendwerkstatt der Caritas verpachtet, und insofern sei der Pächter in der Verkehrssicherungs-, sprich Streupflicht. Das wiederum verärgerte die Jugendwerkstatt, die der Meinung war, dass ein Teil der Fläche der Bahn gehöre und somit auch von dieser gestreut werden müsse.

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In der vergangenen Woche gab es einen Ortstermin zwischen der Stadt Haltern und der Jugendwerkstatt. Die Zuständigkeiten seien nun klar, sagte Stadtsprecher Georg Bockey gegenüber der Halterner Zeitung. „Die Stadt ist zu einem Teil Eigentümer beziehungsweise Verpächter des Geländes, der andere Teil, die letzten paar Meter vor der Treppe, gehören der Bahn.“

Zaun grenzt die Flächen voneinander ab

Auch mit der Bahn habe man im Anschluss Gespräche geführt. „Alle Beteiligten waren sich einig, dass schnell reagiert werden muss“, so Bockey weiter. Die Stadt streue nach wie vor auf der Straße vor den Park-and-Ride-Stellplätzen. Die Bahn übernimmt nun die Streupflicht ab dem Fuße der Treppe bis zur Straße, dem Areal also, das in ihre Zuständigkeit fällt. Das bestätigte ein Bahnsprecher auf Nachfrage. Damit die Fußgänger nicht das Gelände der Jugendwerkstatt queren, hat die Bahn nun einen Zaun errichtet, um Passanten zu leiten.

Laut Deutschem Wetterdienst sollen die Temperaturen in den nächsten Tagen nicht unter den Gefrierpunkt fallen.

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