Meinung

Nach der Regenkatastrophe: Ein bisschen Klimaschutz reicht nicht aus

Was lernen wir in Haltern aus den furchtbaren Bildern der Naturkatstrophe? Wie Solidarität funktioniert? Das reicht nicht aus. Ein Kommentar.
Eine besondere Einheit der Freiwilligen Feuerwehr aus Haltern rückte zum Einsatz nach Wuppertal aus. © Janis Czymoch

Der erste Schock über die Bilder der Regenkatastrophe ist verarbeitet. Wir haben uns bei den Hilfskräften aus Haltern und anderen Orten bedankt, die in die Überschwemmungsgebiete zum Einsatz eilten. Jetzt ist noch eine beispiellose Hilfswelle angelaufen, mit der wir Halterner unsere Solidarität mit den Opfern des Naturereignisses beweisen.

Und schon Übermorgen verblassen die furchtbaren Bilder in unseren Köpfen. Wir wenden uns neuen Themen im nie verebbenden Informationsfluss zu und machen so weiter wie bisher.

Genau das darf nicht geschehen, denn wir haben in Haltern einfach nur Glück gehabt und sind davongekommen. Wenn wir wirklich solidarisch sein wollen mit den Betroffenen der Regenflut, mit unseren Feuerwehrleuten und ganz besonders mit unseren nachfolgenden Generationen, müssen wir jetzt handeln.

In der Halterner Politik hat es gerade einen Schulterschluss aller Parteien dafür gegeben, einen Rahmenplan Klimaanpassung zu erarbeiten. Der Klimaschutz soll bei der Stadtentwicklung eine größere Rolle spielen. Gut so. Pläne müssen dann aber auch umgesetzt werden.

Dafür braucht die Politik uns Bürger, um den Mut für unbequeme Entscheidungen zu haben. Mit ein bisschen Klimaschutz, bei dem jeder von uns seinen Interessen weiter ungebremst nachgehen kann, ist es nicht getan.

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