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Nach Kaminbrand in Sythen gibt ein Schornsteinfeger Tipps zum Brandschutz

hzKaminbrand vermeiden

Ein Kaminfeuer ist gemütlich und sorgt für eine schöne Atmosphäre. Beim Betrieb einer Feuerstätte sollten einige Grundsätze beachtet werden. Am Donnerstag gab es einen Feuerwehreinsatz.

Sythen

, 12.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein Kaminbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Marktstraße in Sythen hat Donnerstagabend für viel Aufregung gesorgt. Die Feuerwehr war mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort und setzte schweres Atemschutzgerät ein, um das Feuer zu bekämpfen.

Wir fragten Schornsteinfegermeister Michael Wollbrink, dessen Mitarbeiter Peter Riddermann ebenfalls am Einsatzort war, was bei der Unterhaltung eines Kamins zu beachten ist.

Kommt so ein Kaminbrand häufiger vor?

In unserem Bereich hatten wir schon seit vier Jahren keinen Rußbrand mehr. Eigentlich sind wir nämlich schneller als die Feuerwehr und sorgen dafür, dass es gar nicht erst zu so einem Ereignis kommt. Dramatisch war die Situation am Donnerstag zum Glück nicht, denn Menschen oder das Gebäude waren nicht gefährdet. Ein Schornstein ist schließlich dafür gebaut, dass er einem Rußbrand standhält. Trotzdem zeigt uns dieser Kaminbrand, dass immer ein Restrisiko besteht.

Welche Sorgfaltspflicht habe ich bei der Unterhaltung eines Kamins?

Es sollte eine moderne Feuerstätte nach dem neuesten Immissionsschutzgesetz von 2002 eingesetzt sein. Wir befinden uns bereits in der zweiten Stufe. Die Verbrennungstechnik hat sich maßgeblich verändert. Bei der Einstufung in den letzten Jahren hat sich allerdings gezeigt, das auch ältere Feuerstätten die vorgegebenen Grenzwerte erreichen können. Alle, die ihre Feuerstätte austauschen müssen, sollten bereits entsprechende Post bekommen haben.

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Bezirksschornsteinfeger Michael Wollbrink © privat

Michael Wollbrink ist bevollmächtigter Bezirksschornsteinfegermeister und darf hoheitliche Aufgaben wie beispielsweise die Feuerstättenschau oder baurechtliche Abnahmen übernehmen. Er ist unter folgenden Kontakten zu erreichen.: Tel. (02041) 69 24 34, Mobil (0170) 8 16 92 62, E-Mail michael.wollbrink@t-online.de.

Wie wirkt sich die neue Verbrennungstechnik aus?

Die Feuerstätte verbrennt das Holz viel besser. Es wird weniger Rauch ausgestoßen und es gelangt weniger Feinstaub in die Luft.

An wen wende ich mich bei Fragen?

Am besten an den Bezirksschornsteinfeger, weil er alle Unterlagen über die Feuerstätte hat.

Welchen Grundsatz sollte ich beim Betrieb eines Kamins einhalten?

Wenig Holz und viel Luft - Holz kann nur unter Volllast verbrennen, deshalb muss ich das Drosseln in engen Grenzen halten. Wenn man zu viel Luft entzieht, verbrennt Holz nicht vollständig. Im Rauchgas befinden sich dann viele brennbare Bestandteil, die sich im Schornstein und im Verbindungsrohr ablagern und entzünden können. Bei einem Abbrennen mit langer Flamme gelangt diese zu den Rußablagerungen. So entsteht eine Kettenreaktion bis hinauf in den Kamin.
Außerdem sollte ich kein feuchtes Holz oder Rundhölzer mit Rinde verwenden. Rinde hat in der Natur die Aufgabe, das Holz vor Feuer zu schützen und sie weiß nicht, dass sie diese Aufgabe in der Feuerstätte nicht erfüllen muss. Die Holzscheite sollten nicht zu groß sein und ich sollte am besten Laubholz einsetzen.

Was gehört zur Wartung eines Kamins?

Es ist wichtig, die Feuerstätte und das Verbindungsrohr einmal im Jahr zu reinigen. Meinen Kunden sage ich immer, sie sollen sich eine günstige WC-Bürste zulegen, die ist schön rund und dafür gut geeignet.

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