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Nach Tollwut-Fledermaus-Fund in Haltern: Kreis Recklinghausen gibt Entwarnung

Kreis entwarnt

Der Kreis Recklinghausen rechnet nicht damit, dass es nach dem Fund der mit Tollwut infizierten Fledermaus in Haltern noch weitere Fälle geben könnte.

Haltern

, 14.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Nach Tollwut-Fledermaus-Fund in Haltern: Kreis Recklinghausen gibt Entwarnung

Nachdem in der vergangenen Woche eine mit Tollwut infizierte Fledermaus in Haltern gefunden wurde, rechnet der Kreis nicht mit weiteren Funden. © picture alliance / dpa

Nach dem Fund einer mit Tollwut infizierten Fledermaus teilt der Kreis Recklinghausen auf Nachfrage mit, dass es keinen Grund zu der Annahme gibt, dass es weitere infizierte Fledermäuse in dem betroffenen Gebiet gebe. Es sei lediglich diese eine Fledermaus in der Nähe des Fundortes beobachtet worden.

Dem Finder des Tieres geht es gut. Er ist nicht gebissen worden, teilte der Kreis Recklinghausen mit. Die Privatperson habe das Tier mit Handschuhen aufgenommen.

Um keine unnötige Unruhe zu verursachen, wollte der Kreis nicht sagen, wo die Fledermaus genau gefunden wurde. Laut dem Kreis Recklinghausen gebe es immer mal wieder Fälle von mit Tollwut infizierten Fledermäusen. So seien etwa in den vergangenen Jahren vereinzelt infizierte Fledermäuse im Kreis Borken gefunden worden.

Übertragung auf Tiere und Menschen durch Biss möglich

Vergangene Woche wurde in Haltern eine entkräftete Fledermaus auf dem Boden gefunden. Deshalb hatte der Kreis Bürger davor gewarnt, den Tieren ohne Handschuhe zu nahe zu kommen. „Fledermäuse haben in ihrem Insektenfressergebiss nadelspitze Zähne, mit denen sie empfindlich tief beißen können. Eine Übertragung des Virus auf andere Säugetiere und auf Menschen ist dadurch möglich“, hieß es in einer Pressemitteilung. „Wenn eine Fledermaus flugunfähig auf dem Boden liegt, ist davon auszugehen, dass das Tier verletzt oder erkrankt ist.“

Hinweise auf Tollwut können bei den Tieren das Attackieren von nahegelegenen Gegenständen, Orientierungsschwierigkeiten, Schluckbeschwerden oder Lähmungserscheinungen sein. „Tollwütige, wildlebende Tiere verlieren nicht selten zu Beginn der Erkrankung ihre Scheu vor Menschen“, so das Robert-Koch-Institut (RKI). Das Insitut empfiehlt explizit, Lederhandschuhe im Kontakt mit möglicherweise infizierten Tieren zu tragen.

Menschen können den Tollwut-Virus etwa durch den Biss eines infizierten Tieres oder über Hautverletzungen oder direkten Kontakt zu infektiösem Speichel über die Schleimhaut aufnehmen. Laut RKI führe eine Tollwuterkrankung binnen weniger Tage „fast ausnahmslos zum Tod eines betroffenen Patienten“. Das RKI empfiehlt Menschen mit engem Kontakt zu Fledermäusen, sich mittels Imfpung gegen den Virus zu immunisieren.

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