Narren trotzen dem Regen

HALTERN „Das Wasserwerk hat Warenannahme“, versuchte Bürgermeister Bodo Klimpel die Jecken aufzuheitern. Es regnete ohne Unterlass. Doch dieNarren ließen sich die Stimmung nicht verderben.

von Von Elke Rüdiger

, 04.02.2008, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Narren trotzten dem Regen.

Die Narren trotzten dem Regen.

„Rund dreieinhalbtausend“, so die vorsichtigen Schätzungen, kamen aus nah und fern, um dem Prinzenpaar, Stefan und Carina, zuzujubeln und die Karnevalisten, die mit 24 Fußgruppen und „Wagen“ den Zug bildeten, anzufeuern. Wenn das miserable Wetter auch der guten Laune keinen Abbruch tat, Regen und Kälte zollten dennoch Tribut – weniger Gäste harrten später auf dem Marktplatz und beim Theater im Alten Rathaus aus, wo erst Clown „Zimbo“ und dann die Band „Modus“ mit Witz und fetziger Musik versuchten, die Jecken zum Bleiben zu animieren.

Weniger Gäste bedeutet geringerer Verkauf, das wiederum schraubt die Einnahmen drastisch zurück. Gelder, mit denen die Ehrenamtlichen vom Kinderkarnevals-Verein für die nächste Session nicht rechnen können. Schade, denn auf diesen Rosenmontagsumzug freuen sich, was an Autokennzeichen abzulesen war, nicht nur Groß und Klein aus Haltern. Den nimmermüden Aktiven dankte der Bürgermeister, der als „Knastbruder“ Prinzenpaar und Narren begrüßte.

Fast 35 Minuten dauerte es, bis der Lindwurm mit Zwergen, Burgfräuleins, Pipilottas, Michels, Gespenstern, Vampiren, Piraten, Knastbrüdern, Zauberern, Bären, Fußbällen, Müllsäcken, Indianern, Cowboys, Feen, Prinzessinnen, Cheerleadern, Sportlern und Spielleuten („Westfalenklang“ und „In Treue fest“) vorbeigezogen war, dann kam der närrische Höhepunkt: das Prinzenpaar im offenen, roten Pickup von Blumen Haunert, dahinter das wegen der empfindlichen Ledersitze geschlossene VW-Cabriolet.

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