Narrenschiff ahoi

HALTERN Das Narrenschiff der Sixtus-Frauen trat in den vergangenen Tagen eine Reise durch Europa an. Dabei legte es sogar in Schweden an, machte aber auch an heimischen Gestaden Station und ging im geheimnisvollen Zwergenreich vor Anker.

von Von Silvia Wiethoff

, 31.01.2008, 19:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Narrenschiff ahoi

Die Zwergenmaschine: Oben werden die Gemeinden St. Sixtus, St. Marien und St. Joseph eingefüllt. Unten kommt Häuptling Martin Ahls heraus.

Kapitänin Agnes Zahn umschiffte alle Untiefen souverän und war sich auch nicht zu schade, selbst als Putzfrau beim Großreinemachen mit Hand anzulegen.

Für flotte Rhythmen aus aller Welt sorgte Emil Kühne am Keyboard. Bei den Passagieren blieb während der Reise auf dem Traumschiff kein Auge trocken. Außerdem lockten charmante Animateurinnen unter Leitung von Gaby Faber für genügend Bewegung in den Sitzreihen. Auch kirchlicher Beistand war zugegen. Pfarrer Bruno Pottebaum stieß beim zweiten Teil des Ausflugs zur Reisegesellschaft dazu, nachdem er bei der Premiere schon den ersten miterlebt hatte.

300 Gäste an Bord

Insgesamt wurden bei allen Schiffstouren 300 Gäste mit Kaffee, Kuchen und Sketchen beköstigt. Dafür waren neben dem Servicepersonal der KJG 30 Damen für die Besatzung angeheuert worden,  die sich das dreifach donnernde Helau mehr als verdient hatten. Auch an der Ausstattung wurde auf dem Luxusliner nicht gespart. Martha Ferlinghatte für die Touren ins Land des Frohsinns ein eigenes Bühnenbild geschaffen.

Zum Glück hatte man Sabine Jahnke nicht als Küchenmat angestellt, denn sie schilderte eindrucksvoll ihre ersten Kochversuche. Nachdem sie den Salat in der Waschmaschine gesäubert, anschließend gebügelt und für eine Suppe auf der Weide den Ochsen höchstpersönlich gelockt hatte, schlug ihr Mann vor: „Komm´, wir geh´n Pommes essen. Wir wollen das Malheur vergessen.“

Klassische Gedichte

Ursula Braun scheiterte dagegen beim Rezitieren klassischer Gedichte im Fernsehen. „Heute muss die Glocke werden“, deklamierte sie. Doch der Programmdirektor ging dazwischen: Was wohl die Gewerkschaft zu diesem Zeitdruck sagen würden? „Könnten sie nicht `nächste Woche´ oder `vielleicht´ sagen?“, versuchte der Fernsehverantwortliche, die Wogen zu glätten.

Eine gute Figur machte das Seniorenteam auf dem Modedeck. Die französischen „Hüt“ aus Halterner Werkstätten begeisterten wie das gesamte Programm an Bord.

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