Zu den Tieren im Naturwildpark Granat gehört auch das Muffelwild. Es wird bald Nachwuchs auf die Welt bringen. © Naturwildpark Granat
Nachwuchs erwartet

Naturwildpark Granat in Haltern hat wieder offen – mit Einschränkungen

Der Naturwildpark Granat hat nach fünf Monaten Zwangspause wieder täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Allerdings müssen Besucher sich vorher über die Internetseite anmelden.

Fünf Monate lang musste Holger Beckmann seinen Naturwildpark in der Granat wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auflagen schließen. Seit dem 30. März darf er den über 600.000 Quadratmeter großen Park inmitten einer herrlichen Waldlandschaft der Hohen Mark wieder öffnen. Allerdings ist ein Besuch ausschließlich nach vorheriger Anmeldung möglich.

Besucher seien noch ein wenig verunsichert, so der Eindruck von Betreiber Holger Beckmann. Eine Anmeldung sei zwar einfach über die Homepage zu organisieren, aber trotzdem riefen viele vorher bei ihm an. 80 Gäste pro Stunde darf er einlassen, zwei Stunden Verweildauer bei den gut 500 Tieren – darunter Rotwild, Muffelwild, Luchse, Wölfe oder Wildschweine – sind erlaubt. „Wir müssen natürlich schauen, dass der Park nicht überlaufen ist“, begründet Holger Beckmann das Zeitfenster.

Ostermontag ausgebucht – und dann schneite es

Über Ostern wurde das Angebot schon recht gut angenommen. „Am Ostermontag waren wir sogar eigentlich ausgebucht“, erzählt Beckmann. Aber aufgrund des unerwartet kalten, winterlichen Wetters mit Schnee sei nur ein Drittel der angemeldeten Gäste gekommen. Das fand der Betreiber schade. Deshalb bittet er, sich doch abzumelden, wenn der Ausflug nach Haltern ausfallen soll. Dann könne er freiwerdende Termine an andere Interessenten vergeben.

Neue Tiere hat Holger Beckmann derzeit nicht im Park und in den Gehegen. Aber es kündigt sich viel Nachwuchs an. Aktuell wartet er auf die Muffelwild-Lämmer, danach werden Rotwild, Luchse und schließlich im Juni das Damwild ihren Nachwuchs auf die Welt bringen.

Termin über Reservierungskalender buchen

Holger Beckmann hofft sehr, dass die Politik nicht wieder in den Lockdown zurückfährt. Auch wenn er für November und Dezember Corona-Hilfen erhalten hat, will er doch lieber wieder auf eigenen Füßen stehen. Seine Kosten sind immens. „Die monatlichen Futterkosten belaufen sich auf rund 3000 Euro“, sagt Betreiber Holger Beckmann. „Wir verfüttern etwa 30 Tonnen Futter im Monat. Außerdem brauchen die Tiere Pflege, ich kann also meine acht Mitarbeiter auch nicht in Kurzarbeit schicken.“

Ein Besuch im Wildpark lässt sich über die Internet-Seite leicht planen. Dort gibt es einen Reservierungskalender, über den ein Wunschtermin gebucht werden kann. Jeder Besucher sollte ein notwendiges Formular bereits zu Hause ausdrucken und ausfüllen, damit die Wartezeit im Eingangsbereich des Parks möglichst kurz ist. Nach der Terminbuchung erhält man eine Bestätigungsmail mit einem QR-Code, der an der Kasse vorgezeigt werden muss. Die Zahlung erfolgt an der Kasse.

Im Eingangsbereich und in einigen ausgeschilderten Bereichen des Parks ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht. Selbstverständlich gelten auch dort die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln.

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Redaktion Haltern
Haltern am See ist für mich Heimat. Hier lebe ich gern und hier arbeite ich gern: Als Redakteurin interessieren mich die Menschen mit ihren spannenden Lebensgeschichten sowie ebenso das gesellschaftliche und politische Geschehen, das nicht nur um Haltern kreist, sondern vielfach auch weltwärts gerichtet ist.
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Elisabeth Schrief
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