Maria Sandhofe (l.) und Anke Bergjürgen vom Gemeindeausschuss riefen mit Unterstützern die Veranstaltungsreihe „Wort und Klang“ ins Leben. Die erste Predigt hält Klaudia Maria Dederichs (M.). © Schrief
In der Stiftskirche

Neue Predigtreihe in Haltern stärkt das Bild der Frau in der Kirche

Die über 850 Jahre alte Stiftskirche in Flaesheim ist Ort einer neuen Veranstaltungsreihe, bei der auch Frauen predigen. „Was für ein Vertrauen“ spiegelt sich in dieser Reihe wider.

Die katholische Gemeinde St. Maria Magdalena startet am 19. September, einem Sonntag, eine neue Veranstaltungsreihe. Bei „Wort und Klang“ geht es nicht nur, aber auch darum, das Bild der Frau in der Kirche zu stärken. „Frauen haben etwas zu sagen, das wird oft nicht wahrgenommen“, sagt Maria Sandhofe vom Gemeindeausschuss. Deshalb freut sie sich auf Klaudia Maria Dederichs.

Die Schulseelsorgerin der Liebfrauenschule Coesfeld (Berufskolleg) hält die erste Predigt dieser Reihe. Das Thema „Was für ein Vertrauen“ wird sich in den Folge-Veranstaltungen fortsetzen. Pater Philipp E. Reichling, katholischer Rundfunkbeauftragter und bekannt durch Kirche im WDR, hat unter anderem als Prediger schon zugesagt.

„Frauen haben bis heute leider noch zu wenig Einfluss“

„Ganz bewusst hält die erste Predigt eine Frau, da unsere Kirchenpatronin Maria Magdalena ist. Sie besitzt als Auferstehungszeugin eine besondere Bedeutung in der Bibel“, erläutern Maria Sandhofe und Anke Bergjürgen vom Gemeindeausschuss ihre Gedanken zum Einstieg in die neue Reihe. Obwohl ein großer Teil der kirchlichen Aktivitäten von Frauen getragen werde, hätten Frauen leider bis heute relativ wenig Einfluss.

Pfarrer Michael Ostholthoff begrüßt die Reihe „Wort und Klang“ und auch die Absicht, neue Akzente zu setzen. Er wird am 19. September um 17 Uhr in der Flaesheimer Stiftskirche dabei sein. „Das freut uns sehr“, sagt Maria Sandhofe.

In „Wort und Klang“ wolle man Anstöße zum Glauben und Raum für Fragen geben. Die Kirche mit ihrer guten Akustik und Atmosphäre soll dabei zum Kultur- und Besinnungsraum werden.

Nach Predigt und Musik Beisammensein unter der Linde

Willkommen sind alle Gemeindemitglieder von St. Sixtus und auch jene, die der Kirche skeptisch oder distanziert gegenüber stehen. Die musikalische Gestaltung übernehmen die Sängerin Lydia Schleuter und Chorleiterin Andrea Kittel. Das musikalische Begleitprogramm und das anschließende Zusammenkommen bei Brot und Wein unter der großen Linde vor der Stiftskirche geben der Veranstaltung zusätzlich eine besondere Note.

Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen tue es Geist und Seele gut, Kraft zu schöpfen, Last abzulegen, Gemeinschaft zu erfahren oder einfach durchzuatmen, finden die Ideengeberinnen Maria Sandhofe und Anke Bergjürgen.

„Aktuell befinden sich viele Menschen beispielsweise in den Flutgebieten oder in Afghanistan in existenziellen Nöten“, sagt Klaudia Maria Dederichs. „Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, sondern sollten trotz allem Vertrauen haben.“ Nöte machten deutlich, dass Zuwendung nötig sei, dass die Menschen aufeinander angewiesen seien und sie sich mit dem Unvorhergesehenen durchaus an Gott als Ankerpunkt wenden könnten. „Es ist wichtig, dass wir uns Hoffnungsgeschichten erzählen. Gerade jetzt.“

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Elisabeth Schrief

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