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Notfall-Infopunkte - Bricht das Netz zusammen, bekommen Halterner an diesen Stellen Hilfe

Bei Stromausfall

Wie erreiche ich den Notruf, wenn es zu einem längeren Stromausfall kommt? Um diesem Szenario vorzubeugen, hat der Kreis Recklinghausen nun 88 Notfall-Infopunkte im Kreis eingerichtet.

Haltern

, 24.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Notfall-Infopunkte - Bricht das Netz zusammen, bekommen Halterner an diesen Stellen Hilfe

Die roten Schilder mit dem Hinweis „Notfall-Infopunkt“ präsentieren beim Startschuss (v.l.): Rainer Herzog (Polizei), Werner Arndt (Bürgermeister Stadt Marl), Ulrich Roland (Bürgermeister Stadt Gladbeck), Bodo Klimpel (Bürgermeister Stadt Haltern am See), Landrat Cay Süberkrüb, André Dora (Bürgermeister Stadt Datteln), Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen, Rajko Kravanja (Bürgermeister Stadt Castrop-Rauxel), Christoph Tesche (Bürgermeister Stadt Recklinghausen), Tobias Stockhoff (Bürgermeister Stadt Dorsten), Nicole Moenikes (Bürgermeisterin Stadt Waltrop), Kreisdirektor Roland Butz, Fred Toplak (Bürgermeister Stadt Herten), Carsten Wewers (Bürgermeister Stadt Oer-Erkenschwick), Lars Jesse (Stellv. Leiter der Kreisleitstelle) und Kreisbrandmeister Robert Gurk. © Kreis Recklinghausen

Bleibt der Strom weg, geht oft nichts mehr. Internet, Kühlschrank und Heizung geben den Geist auf, Geldautomaten, Tankstellen und Supermärkte sind nicht mehr geöffnet. „Was es für die Menschen bedeutet, wenn Elektrizität mehrere Tage nicht zur Verfügung steht, hat die Schneekatastrophe im Westmünsterland 2005 gezeigt“, heißt es vom Kreis Recklinghausen. Deshalb gibt es nun insgesamt 88 sogenannte Notfall-Infopunkte im Kreis.

Was sind Notfall-Infopunkte?

Wenn es zu einem längeren Stromausfall kommt, können auch Telefonnetze nicht mehr erreichbar sein. Notrufe per Smartphone oder Festnetz sind dann nicht mehr möglich. „Die Notfall-Infopunkte werden bei längerem Stromausfall oder bei Totalausfall der Telefonnetze durch Rettungskräfte der Feuerwehren besetzt. Sie nehmen Ihre Notfall-Meldungen entgegen und übermitteln sie per Funk an die Kreisleitstelle, damit die benötigten Einsatzkräfte zu Ihnen entsandt werden können“, heißt es auf der Seite des Kreises Recklinghausen.

Wo gibt es die Notfall-Infopunkte in Haltern?

Wo sich die Notfall-Punkte in Haltern befinden, haben wir in der unten stehenden Karte festgehalten. Festgelegt wurden diese Standorte durch die Feuerwehren im Kreis:

„Die Notfall-Infopunkte sind weitestgehend Gebäude, die notstromversorgt sind, wo es eine Basisinfrastruktur gibt“, sagt Svenja Küchmeister, Pressesprecherin des Kreises Recklinghausen. „Das ist aber keine Grundvoraussetzung.“ So gebe es etwa keine Notstrom-Aggregate im Bürgerhaus in Bossendorf, heißt es seitens der Feuerwehr. Da werde dann im Notfall eine mobile Station mit einem Feuerwehrbulli eingerichtet.

Wie kam es zu der Idee?

“2017 gab es eine große Übung mit dem Schadensszenario Stromausfall“, sagt Svenja Küchmeister. „Bislang war immer die Blickrichtung: Wie können wir die Menschen informieren? Und bei der Übung kam dann die Frage auf: Wie können die Menschen eigentlich uns erreichen?“ Daraufhin seien in monatelanger Arbeit die Prozesse rund um die Infopunkte geplant worden. Etwa, wie der Bogen, mit denen die Einsatzkräfte die Notrufe entgegennehmen aussehen müssen oder welche Informationen an die Leitstelle gefunkt werden.

Wie verhalte ich mich bei einem Stromausfall?

Der Kreis Recklinghausen rät zu folgenden Dingen:

  • Per Kurbel- oder Autoradio auf Hinweise achten
  • Kommt es zu einem Notfall (ein Stromausfall ist noch kein Notfall), können Notrufe an den Infopunkten abgesetzt werden
  • Kleine Mahlzeiten auf einem Campingkocher zubereiten
  • Grillen im Haus vermeiden (Erstickungsgefahr)
  • Bei Kerzen auf die Brandgefahr achten
  • Beim Ausfall der Heizung auf zusätzliche Kleidung zurückgreifen
  • Elektrische Geräte, die in Betrieb waren, sollten ausgeschaltet werden, um das Netz nicht zu überlasten, wenn der Strom wiederkommt

Wie kann ich mich auf einen Stromausfall vorbereiten?

Es gibt laut dem Kreis verschiedene Dinge, die man für den Fall eines Stromausfalls im Haus haben sollte. Dazu gehören Kerzen und Taschenlampen, Batterien, Feuerzeuge oder Streichhölzer, ein batteriebetriebenes Radio, solarbetriebene Batterieladegeräte, Trinkwasser, Lebensmittel und Hygieneartikel, warme Kleidung, Kohle, Briketts oder Holz für Kamine und Öfen, Bargeld und nötige Arzneimittel in ausreichender Menge.

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