Jedes Kind, das ab 2026 eingeschult wird, soll in den ersten vier Schuljahren Anspruch auf einen Ganztagsplatz bekommen. © picture alliance / dpa
OGS-Betreuung

OGS-Betreuung in Haltern – Über die Hälfte der Grundschüler nimmt teil

Bald sollen alle Grundschulkinder in Deutschland einen OGS-Platz erhalten können. Das stellt auch die Stadt Haltern vor besondere Herausforderungen.

Die Bundesregierung hat einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter ab 2026 auf den Weg gebracht. Er gilt zunächst für Grundschulkinder der ersten Klassenstufe und wird in den Folgejahren um je eine Klassenstufe ausgeweitet. Noch bleibt den Städten also Zeit, um sich auf diese Herausforderung einzustellen. In Haltern hat sich in den vergangenen Jahren schon viel bewegt, wie der Ist-Zustand des OGS-Angebots in der Stadt zeigt.

Im laufenden Schuljahr 2021/2022 nehmen insgesamt 763 Kinder in Haltern an der offenen Ganztagsschule im Stadtgebiet teil. „Das entspricht einer Betreuungsquote durch außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote in Höhe von 52,40 Prozent aller Grundschüler/innen der Stadt Haltern am See“, teilte die Verwaltung auf Anfrage mit.

Die Betreuungsquote ist in der Vergangenheit stetig gestiegen

Im Jahr zuvor habe die Betreuungsquote bei 53,12 Prozent gelegen. Sie schwankt aktuell an den verschiedenen Standorten zwischen 38 und 65 Prozent.

Auch aufgrund der in den letzten Jahren durchgeführten baulichen Erweiterungen an verschiedenen OGS-Standorten (Marienschule, Sythen, Flaesheim und aktuelle noch im Bau befindlich an der Silverbergschule) werde in Haltern der Bedarf an OGS-Plätzen gedeckt. Für jedes nachfragende Kind könne sogar ein Platz an der gewünschten Schule angeboten werden, so die Stadt. „Wartelisten, wie sie zum Teil in den letzten Jahren geführt wurden, bestehen daher zurzeit nicht mehr.“

Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass in Zukunft noch Erweiterungen an dem einen oder anderen Standort ins Auge gefasst werden müssten, „insbesondere auch an den baulich bislang nicht erweiterten anderen OGS-Standorten“. Da die OGS-Zahlen an allen Standorten über die Jahre hinweg angestiegen sind, sei zu erwarten, dass jede OGS in Haltern mit ihrem räumlichen Angebot an ihre Grenzen stoßen werde, führte die Verwaltung aus. Dies gelte besonders im Hinblick auf einen möglichen Rechtsanspruch 2026.

Inwieweit die Anzahl der einzuschulenden Kinder nach 2026 aber derart hoch sein werde wie derzeit, könne zum jetzigen Zeitpunkt nur erahnt werden und sei von vielen nicht zu beeinflussenden Faktoren abhängig, erklärte die Stadt. Die Halterner Verwaltung habe „die klare Erwartungshaltung, dass die nun durch den Bundestag beschlossenen Rechtsanspruch ausgelösten Kosten auch von Bund und Land getragen werden und die Kommunen nicht im Stich gelassen werden“.

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Silvia Wiethoff

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