Online-Angebote wachsen: In Corona-Zeiten wird die VHS digitaler

Volkshochschule

Die Volkshochschule Haltern, Dülmen, Havixbeck reagiert auf die Corona-Situation mit neuen digitalen Angeboten. Ein Projekt erhält sogar eine Förderung des Landes.

Haltern

, 21.02.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
VHS Leiterin Esther Joy Dohmen und ihr Team, setzen in Corona-Zeiten vermehrt auf digitale Angebote.

VHS Leiterin Esther Joy Dohmen und ihr Team, setzen in Corona-Zeiten vermehrt auf digitale Angebote. © Stadt Dülmen / Siemes

Nur noch etwa ein Drittel beträgt die Teilnehmerzahl in den Kursangeboten der Volkshochschule Dülmen, Haltern, Havixbeck. Auch hier hinterlässt die Corona-Krise ihre Spuren.

Die VHS begegnet dem mit einer Digitalisierungsoffensive. Diese wurde Mitte der Woche den Mitgliedern des VHS-Ausschusses vorgestellt, dem auch Halterner Ratsmitglieder angehören.

„VHS - das ist eigentlich Begegnung“, sagt Esther Joy Dohmen, die die gemeinsame Volkshochschule der drei Gemeinden leitet. „Aber genau das, diese Begegnung, ist zurzeit nicht möglich. Das spüren wir natürlich massiv.“

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Die VHS verzichtete diesmal im Ausschuss auf die Darstellung der Gesamtlage und stellte vielmehr ihre Digitalisierungsstrategie in den Mittelpunkt. „Insgesamt sind wir in dieser Hinsicht bereits jetzt deutlich besser aufgestellt als vor der Pandemie“, so Esther Joy Dohmen.

120 digitale Kursangebote

So wurde die digitale Infrastruktur verbessert, unter anderem durch Anschaffung interaktiver Smartboards und einer eigenen Live-Streaming-Ausrüstung. Die Mitarbeiter wurden in mehreren Bereichen geschult, seit Mai 2020 bietet die VHS 120 Online-Lernangeote an.

„Etwa 100 davon wurden außerordentlich wegen Corona eingerichtet“, so Esther Joy Dohmen. „Außerdem bauen wir die digitale Informations- und Öffentlichkeitsarbeit aus.“

Eine geplante Videowerkstatt für Kursleiter wird außerdem mit 15.000 Euro aus dem Programm „Die Krise als Chance - Innovationen in der Weiterbildung“ vom Land NRW gefördert.

Der Ausschuss genehmigte die Planung der Volkshochschule und auch den Budgetentwurf. Die Stadt Haltern muss für etwa 40 Prozent der Kosten aufkommen (Zuschussbedarf 90 000 Euro), Dülmen (ebenfalls 40 Prozent) und Havixbeck (20 Prozent) sind die weiteren Kostenträger.

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