Meinung

Party am Westuferpark: Mit einer echten Demo hatte das nichts zu tun

50 Personen hatten sich am Westuferpark versammelt, um gegen Corona-Regeln zu demonstrieren. Mit einer Demo hatte das Ganze aber wenig zu tun, es glich mehr einer Party, findet unser Autor.
Am 12. und 13. Mai fand im Wendehammer am Westuferpark eine Versammlung statt. Offiziell als Demonstration angemeldet glich die Veranstaltung aber mehr einer Party. © Privat

Wer an Christi Himmelfahrt (13. Mai) oder einen Tag zuvor eine Runde um den Halterner Stausee drehte, der wird sich gewundert haben: Rund 50 Personen hatten es sich im Wendehammer am ehemaligen Bahnübergang Zu den Mühlen bequem gemacht. Offiziell galt die Versammlung als Demo, doch glich sie vielmehr einer Party.

Polizei und Stadt waren im Vorfeld die Hände gebunden. Das ist auch richtig so, denn in Deutschland ist die Versammlungsfreiheit ein Grundrecht. Doch letztendlich lässt sich sagen: Was dort im Wendehammer stattfand, war keine Demonstration, sondern eine Party.

Kein Abstand, keine Masken

Auch ein paar Plakate gegen die Pandemie-Auflagen änderten daran nichts. Bei lauter Musik und teils alkoholischen Kaltgetränken wurde nur das gute Wetter genossen, statt zu demonstrieren.

Jemanden mit Maske habe ich dort nicht gesehen, als ich mir selbst ein Bild machen wollte. Abstand gehalten wurde auch nicht. Weder zu den anderen Teilnehmern noch zu Passanten. Das verwundert allerdings nicht. Schließlich bezeichnet sich der Organisator der Aktion selbst als Corona-Leugner.

Durch ihr Verhalten haben die Teilnehmer nicht nur sich, sondern auch viele Passanten gefährdet. Einige kehrten sogar auf ihrem Weg wieder um, um nicht an den Feiernden vorbei zu müssen. Denn, auch wenn im Freien die Ansteckungsgefahr deutlich geringer sein soll: Sie besteht dennoch.

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