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André Pollmann, zusammen mit Michael Ostholthoff leitender Pfarrer in der Pfarrei St. Sixtus, verlässt im September Haltern. Seine Entscheidung hat sehr persönliche Gründe.

Haltern

, 17.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit 18 Jahren sind André Pollmann und Michael Ostholthoff als Seelsorger gemeinsam unterwegs, 2017 übernahmen die ehemaligen Studentenpfarrer als Doppelspitze die Leitung der Pfarrei St. Sixtus Haltern. Nach nur zwei Jahren verabschiedet sich Pfarrer Pollmann wieder: Er verlässt am 15. September Haltern und wird neuer leitender Pfarrer in der Pfarrgemeinde St. Lucia Harsewinkel.

„Der Weggang aus Haltern geschieht auf meinen persönlichen Wunsch hin und liegt ausschließlich darin begründet, meine Eltern darin zu unterstützen, so lange wie irgend möglich, ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, sagt der 47-Jährige zu seinen Beweggründen. Die Eltern wohnen in Herzebrock, einem Nachbarort von Harsewinkel. Sie von Haltern aus zu betreuen, gelinge ihm nicht in dem Maße, wie er es für erforderlich halte.

Fusionierte Gemeinde

„Die Entscheidung, eine neue Pfarrstelle im Kreis Gütersloh anzunehmen, ist also überhaupt keine Entscheidung gegen Haltern, sondern vielmehr für meine Familie“, betont André Pollmann.

Er wechselt in eine fusionierte Gemeinde: 2014 legte Bischof Dr. Felix Genn die vier ehemals selbstständigen Gemeinden St. Johannes in Greffen, St. Paulus in Harsewinkel, St. Lucia in Harsewinkel und St. Marien in Marienfeld zur neuen Pfarrei St. Lucia Harsewinkel zusammen. Harsewinkel ist die östlichste Stadt im Bistum Münster, zugleich ist sie zusammen mit Benteler die einzige Stadt im Kreis Gütersloh, die zum Bistum Münster gehört.

„Herzlich aufgenommen“

Gegenüber der Halterner Zeitung erklärt André Pollmann: „Ja, es ist wirklich eine Herzensentscheidung und trotzdem gehe ich natürlich auch mit Wehmut. Ich habe mich in Haltern herzlich aufgenommen gefühlt und bin dankbar für die Offenheit der Menschen hier, sich auf neue pastorale Ideen einzulassen und sich auch für das Christsein in einer sich immer schneller wandelnden Zeit zu begeistern.“ Der hohe und sehr überzeugende Einsatz ganz vieler Menschen für eine offene, respektvolle und solidarische Gesellschaft werde ihm immer in bewundernswerter Erinnerung bleiben.

Die Stadt habe einen ganz hohen Lebenswert – geschenkt nicht zuletzt auch durch die Natur – den er sehr vermissen werde. Pfarrer Pollmann dankt für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in allen Bereichen der Pfarrei. Er hoffe auf Verständnis für seine sehr persönliche Entscheidung, die es ihm ermöglichen werde, seine Leidenschaft, als Pfarrer arbeiten zu dürfen, mit seiner familiären Verantwortung zu verbinden.

Pfarrer Pollmann: Gerne in Haltern

Die Halterner Pfarrei St. Sixtus wird ihn vermissen. André Pollmann fühlte sich nach seinem Umzug von Münster nach Haltern schnell bestärkt in seiner Entscheidung. Er mag die Halterner und sie mögen ihn.

Seine Gottesdienste sind kurzweilig, seine Predigten gehaltvoll. Wichtig ist ihm, dass die Sprache der Liturgie und der Gebete sich der Sprache der Menschen angleicht. „Das Leben, das wir in den Gottesdiensten feiern, soll sich im Alltag buchstabieren“, sagte er 2017 zu seinem Amtsantritt. Zusammen mit Michael Ostholthoff holt er junge Familie wieder mehr in den Blick und sorgt dafür, dass Kirche ein Ort der Begegnung ist.

Pastoralreferent für St. Sixtus

Das Bistum Münster schickt zum 1. August Pastoralreferent Georg Kleemann zur Verstärkung des Pastoralteams nach Haltern.

Der bisherige Seelsorger in Harsewinkel, Pfarrdechant Marc Heilenkötter, verlässt die Pfarrei St. Lucia auf eigenen Wunsch, er wechselt nach Münster. In Münster wird der 42-Jährige mit je einer halben Stelle in der Krankenhausseelsorge am Clemenshospital und in der Pfarrei St. Lambertus Ascheberg tätig sein.

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