„Pfarrhaus-Bande“: Urteile fallen erst 2020 - Anwälte sehen noch Aufklärungsbedarf

Landgericht Bochum

Im Prozess um die Pfarrhaus-Einbrüche in Haltern, Dortmund und Castrop-Rauxel fallen die Urteile endgültig erst im nächsten Jahr. Die Verteidiger sehen nach wie vor noch Aufklärungsbedarf.

Bochum/Haltern/Castrop-Rauxel/Dortmund

, 20.12.2019, 11:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Pfarrhaus-Bande“: Urteile fallen erst 2020 - Anwälte sehen noch Aufklärungsbedarf

Die Angeklagten neben Verteidigern und Dolmetschern beim Prozessauftakt am 27. Februar 2019. © Werner von Braunschweig

Erneute Verlängerung im Prozess gegen die drei mutmaßlichen Mitglieder einer Profi-Einbrecherbande, die auch in Pfarrhäusern in Haltern, Dortmund und Castrop-Rauxel auf Beutezug gegangen sein soll: Bereits zum zweiten Mal wurden die Plädoyers der Verteidiger kurzfristig abgesagt, weil noch weitere Beweisfragen überprüft werden sollen.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits um 29. Oktober sowie anschließend am 9. Dezember plädiert und für die drei Angeklagten zwölf, zehn sowie sechs Jahre und einen Monat Haft beantragt.

Die Verteidiger lassen jedoch nicht locker und sehen vor allem im Fall eines mitangeklagten Überfalls auf eine Seniorin (85) noch Aufklärungsbedarf. Wie bekannt geworden ist, soll sich mittlerweile ergeben haben, dass ein Überwachungsfilm aus einer Tankstelle mit fehlerhaften Zeitstempeln versehen ist. Und damit womöglich doch entlastend in Form eines Alibis zur fraglichen Tatzeit wirken könnte.

Stand jetzt sind am Bochumer Landgericht in jedem Fall noch zwei Verhandlungstermine für den 6. und 10. Januar 2020 anberaumt worden. Weitere Termine werden sehr wahrscheinlich noch folgen.

Die Staatsanwaltschaft sieht die Angeklagten bei Einbruchscoups in Pfarrhäusern in Dortmund (St. Urbanus) und Castrop-Rauxel (St. Lambertus) als überführt an. Im Fall des Überfalls auf Pater James in St. Sixtus in Haltern dagegen nicht.

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