Energiekrise: Markus Pfeiffer macht sich Sorgen um sein Restaurant in Haltern

Freie Mitarbeiterin
Markus Pfeiffer bei Pfeiffer’s Sythener Flora
Markus Pfeiffer muss bei Pfeiffer's Sythener Flora verunsichern die gestiegenen Energiekosten. © Alexandra Schlobohm
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Die steigenden Energiepreise machen nicht nur Privathaushalten zu schaffen. Hotels oder Restaurants müssen ebenso die Kosten decken. Doch drehen Gastronomen auch die Heizung runter, um die Gasrechnung kleinzuhalten und müssen Kundinnen und Kunden demnächst frieren?

In Pfeiffer‘s Sythener Flora müssen die Hotel- und Restaurantgäste keine Jacke bei ihrem Besuch anziehen. „Unsere Räume haben alle 20 bis 21 Grad. Bei unseren neuen Hotelzimmern stellt sich die Temperatur automatisch ein“, erklärt Markus Pfeiffer. Durch den Umbau des Hauses seien auch die großen Fenster wegen des Energieverlustes nicht problematisch. „Den meisten ist es hier drin sogar zu warm“, sagt er.

Keine Verträge für das kommende Jahr

Das größere Problem sind für den Gastronomen aber die Energieverträge: „Wir haben bestehende Verträge. Allerdings wurde unser Vertrag zum Jahresanfang 2023 von den Stadtwerken gekündigt.“ Die Stadtwerke Haltern sollen angekündigt haben, sich mit neuen Angeboten frühzeitig zu melden. Bis jetzt wartet Markus Pfeiffer aber noch auf eine Rückmeldung. „Das neue Jahr beginnt in 2,5 Monaten. Das ist nicht mehr viel Zeit“, sagt er. Die fehlende Rückmeldung verunsichert ihn in einer Situation, die eh schon schwierig ist.

Vorsorglich hat er bereits mit einem Energiemakler Rücksprache gehalten. „Wir rechnen damit, dass Strom doppelt und Gas viermal so teuer wird“, erklärt Markus Pfeiffer. Kosten umlegen wollen sie jedoch nicht im vollen Umfang. Sie möchten ihre Einkäufe optimieren, auf frische Produkte setzen und haben bereits ihre Karte verkleinert. Aber auch sonst achten sie im täglichen Arbeitsalltag darauf, Energie zu sparen. „Wir versuchen, die Mehrkosten für den Kunden aufzufangen und zu rechtfertigen.“

Auch andere Halterner Gastronomen sind verunsichert

Die Situation ist auch bei seinen Kollegen in Haltern Thema. Er tauscht sich mit andere Halterner Gastronomen aus. Die unvorhersehbaren Energiekosten seien für alle ein Problem. „Wenn’s an der Grundversorgung scheitert, ob wir überleben, dann ist das so“, fasst er die Umstände der Halterner zusammen.

Seit Anfang Oktober öffnen sie montags und dienstags erst ab 17 Uhr. Das spare auch Strom- und Personalkosten. „Die Überlegung war aber auch schon vor der Energiekrise da. Das spontane Essengehen ist unter der Woche zurückgegangen“, sagt Markus Pfeiffer. Größere Feiern wie Geburtstage oder Hochzeiten seien bisher noch gut gebucht. Trotzdem appelliert der Gastronom an die Halterner: „Geht mehr essen!“.

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