Plagegeister haben die Haard erreicht

Zeckenalarm

HALTERN Förster und Jäger schlagen Alarm und warnen Wanderer: Die Zeckenplage hat die Haard erreicht.

von Von Arno Pomplun

, 14.07.2009, 11:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zecken orten ihre Opfer schon von weitem mit dem so genannten Hallerschen Organ in den Vorderbeinen. Und wer glaubt, nur abseits der Wege Erholung zu erleben, hat kaum eine Chance ungeschoren davonzukommen. Die befestigten Wanderwege in der Haard sind dagegen ziemlich sicher, es sei denn, man übernimmt die Biester von seinem Hund, der mal kurz das Unterholz inspiziert hat und dabei den ein oder anderen Blutsauger eingesammelt hat. Wirksame Antizeckenmittel, vor dem Spaziergang angewendet, bieten für einen begrenzten Zeitraum sicheren Schutz. Trotzdem sollte man nach jedem Waldspaziergang Körper, Kleidung und natürlich den Hund gründlich absuchen. Zecken sind aber nicht nur lästige Parasiten, sie können auch gefährliche Krankheiten übertragen, wie zum Beispiel die Borreliose, die bei uns als die häufigste, übertragene Bakterienerkrankung gilt und die, unerkannt, zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann. Hautrötungen nach einem Zeckenbiss sollten deshalb von den Betroffenen immer ernst genommen werden. Gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) kann man sich impfen lassen. Aber die tritt bei uns eher selten auf. Schon vor Monaten, als sich die Temperaturen in den Waldungen noch unter zehn Grad bewegten, entdeckten Förster und Jäger verstärkt die ersten Zeckenaktivitäten. Inzwischen haben sich die Parasiten flächendeckend ausgebreitet.

Lesen Sie jetzt