Polizei kontrollierte auf der B58 - Lkw-Fahrer aus den Niederlanden musste nachbessern

Verkehr

Die Polizei hat am Montag Lkw, Transporter und Busse auf der B58 bei Haltern kontrolliert. Einen Lkw zogen die Beamten dabei kurzzeitig aus dem Verkehr. Der Fahrer musste nachbessern.

Haltern

, 09.09.2019, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Polizei kontrollierte auf der B58 - Lkw-Fahrer aus den Niederlanden musste nachbessern

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen besuchte jetzt eine Kontrollstelle an der B58 bei Haltern. Aufmerksam hört sie den Erläuterungen des Beamten zu. © Polizei Haltern

Wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilte, kam bei der Kontrolle auch ein neues Prüffahrzeug zum Einsatz. Es ist 7,20 Meter lang und 3,15 Meter hoch und gehört nun zur Flotte des Verkehrsdienstes 1. Die Beamten nutzen das Fahrzeug, um Lkw und Busse mit erheblichen Mängeln aus dem Verkehr zu ziehen.

Fahrzeugtechnik und Ladungssicherung

Neben diesen Kontrollen des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs hinsichtlich der Fahrzeugtechnik spielen auch Themen wie Ladungssicherung, Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten, Überladung und eine Vielzahl weiterer Rechtsbereiche eine Rolle.

Der Verkehrsdienst 1 ist zudem noch tätig bei der Begleitung von Großraum- und Schwertransporten, welche in der Nacht auf unseren Straßen rollen.

Detaillierte Kontrollen

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen besuchte jetzt die Kontrollstelle an der B 58 kurz hinter der A43-Auffahrt in Richtung Lippramsdorf. Sie verschaffte sich einen Eindruck über die Möglichkeiten, die das neue Prüffahrzeug bietet.

Bei der Kontrolle eines niederländischen Lkw erlebte sie, wie detailliert diese sind. Während einer der Beamten den technischen Zustand wie Bremsscheiben und Belege, Aufbauten und so weiter prüfte und die Ladung in Augenschein nahm, wertete ein anderer Beamter die Frachtdokumente sowie den Fahrtenschreiber aus. Direkt weiterzufahren war für den Fahrer nicht möglich. Er musste die Ladung nachsichern.

Keine einwandfreien Dokumente

Auch die Dokumente waren nicht einwandfrei. Damit es für ihn weitergehen konnte, musste er vor Ort rund 1100 Euro Sicherheitsleistung zahlen. Begeistert war der Fahrer von der Kontrolle nicht. Ein „godverdomme“ machte das deutlich. Er akzeptierte jedoch die Fakten und fachliche Kompetenz der Beamten und beruhigte sich schnell wieder. Nach Zahlung des Geldes durfte er schließlich weiterfahren.

In einem anderen Fall beanstandeten die Beamten die Zeiterfassung in einem Transporter. „Diese war nicht gut geführt“, erkläre Polizeisprecher Sascha Kappel auf Anfrage.

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen: „Kontrollen sind wichtig“

Die Höhe des Bußgeldes richtet sich nach den festgelegten Regelsätzen der jeweils festgestellten Verstöße. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen dankte den Beamten für den Einblick. „Auch diese Ergebnisse zeigen wieder, wie wichtig die Kontrollen sind. Übermüdete Fahrer, schlecht gesicherte Ladung und eng getaktete Liefertermine sind Sicherheitsrisiken.“

Das neue Prüffahrzeug trägt seinen Teil dazu bei, dass die Polizei ihre Kontrollen sach- und fachgerecht durchführen kann. „Den größeren Anteil daran hat jedoch das Fachwissen der Beamten“, so Zurhausen.

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