Polizei stellt Kupferdiebe aus Haltern Aufmerksame Nachbarin schlug Alarm

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An der Recklinghäuser Straße versuchten Haltern, Kupfer aus einem Haus zu stehlen.
An der Recklinghäuser Straße versuchten Halterner, Kupfer aus einem Haus zu stehlen. © picture alliance / dpa
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Sie wollten in aller Ruhe die Mittagszeit für eine Diebestour nutzen, aber das ging schief. Die Polizei konnte am Donnerstag (10. November) gegen 13.45 Uhr zwei Halterner festnehmen, die im Verdacht stehen, aus einem Haus an der Recklinghäuser Straße Kupferrohre entwendet zu haben. Vielleicht wären sie nicht aufgefallen, wenn nicht eine Nachbarin auf die Männer aufmerksam geworden wäre.

Die Frau hatte die 44 und 50 Jahre alten Halterner beobachtet, wie sie sich unberechtigt im Keller des Nachbarhauses (am Anfang der Recklinghäuser Straße) aufhielten. Sie informierte unverzüglich die Polizei. In der Zwischenzeit hatten die Einbrecher das Weite gesucht, konnten jedoch vor der Bahnunterführung (Richtung stadtauswärts) von den Beamten gestellt werden.

Haustür aufgebrochen

Sie hatten ihr Fahrrad und den Anhänger dabei. In dem Anhänger befanden sich laut Auskunft der Polizei neben einigen Kupferrohren auch diverse Werkzeuge. Bei einer Nachschau in dem betroffenen Haus erhärtete sich der Verdacht des schweren Diebstahls. Die Haustür war gewaltsam geöffnet worden und im Hausflur fanden die Beamten weitere Kupferrohre – augenscheinlich zum Abtransport bereitgelegt. Das Fahrrad, der Anhänger und auch die darin befindlichen Gegenstände stellte die Polizei zur Beweissicherung sicher.

Die beiden Verdächtigen wurden vorläufig fest- und mit zur Wache genommen. Ein bei dem 44-Jährigen aufgefundenes Taschenmesser sowie ein Schraubendreher beschlagnahmten die Beamten ebenfalls. Die beiden Männer aus Haltern am See sind wieder auf freiem Fuß, sie erwartet nun jedoch ein Strafverfahren. Die Ermittlungen dauern an.

Normale Straßenkleidung

Die Männer waren ziemlich dreist vorgegangen. Sie trugen ganz normale Straßenkleidung und tarnten sich am helllichten Tage nicht einmal mit Handwerkskleidung. Kupferdiebstähle sind laut Polizei an der Tagesordnung, denn das Metall lässt sich gut verkaufen. Preise von rund acht Euro pro Kilo werden aktuell gezahlt.

Zuletzt waren Diebe auf dem Sixtus-Friedhof unterwegs. Sie stahlen Ende Oktober Bronzefiguren von Gräbern, um das Metall dann zu verhökern.

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