Polizei und Stadt ziehen Bilanz zum 1. Mai rund um den Halterner Stausee

hz1. Mai

Rund 2.500 Menschen feierten am 1. Mai (Mittwoch) rund um den Stausee und anschließend im Westuferpark. Es gab einige Festnahmen, aber auch Lob für die Menschen, die unterwegs waren.

Haltern

, 02.05.2019, 15:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ausgelassen, aber friedlich - Das ist die Bilanz der Polizei einen Tag nach der großen Party am 1. Mai rund um den Halterner Stausee. Rund 2.500 Menschen haben laut Schätzungen der Polizei den Tag über gemeinsam gefeiert. 11 Anzeigen musste die Polizei schreiben, davon eine wegen schwerer Körperverletzung. Dazu kamen ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Widerstand gegen die Beamten und Körperverletzungen.

Sechs Festnahmen, 30 Platzverweise

Sechs Menschen wurden festgenommen, 30 wurden vom Platz verwiesen. „Zahlenmäßig ist der Unterschied zum vergangenen Jahr eigentlich gar nicht so groß", erklärt Andreas Wilming-Weber, Pressesprecher der Polizei. Aber die Grundstimmung sei diesmal deutlich entspannter und friedlicher gewesen.

Wilming-Weber hob zudem die mobile Wache, die in diesem Jahr zum ersten Mal im Westuferpark vor Ort war, als positiv hervor: „Aus unserer Sicht hat sich das absolut bewährt. Da geht es ja nicht nur um Anzeigen, sondern eben auch um Fragen zu Fundsachen und ähnlichem."

Deutlich weniger Einsatzfahrten vom Rettungsdienst

Neben der Wache habe sich auch das Sanitätszelt des Roten Kreuzes als positive Neuerung im Westuferpark herausgestellt, berichtet Stadtsprecher Georg Bockey. Rund 30 Verletzungen mussten vor Ort behandelt werden. „Das waren in erster Linie Schnittwunden, Menschen, die umgeknickt sind oder zu viel getrunken haben", so Bockey. Durch den Einsatz vor Ort jedoch habe es nur sechs Einsatzfahrten, die mit den Feierlichkeiten zusammenhingen, gegeben. Im vergangenen Jahr waren es noch 21.

Sowohl Bockey, als auch Wilming-Weber lobten die in diesem Jahr besonders enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden. „Das hat wirklich gut geklappt. Dadurch war beispielsweise der Verkehr nicht so beeinträchtigt, wie im vergangenen Jahr", berichtet der Polizeipressesprecher. Georg Bockey fügte an: „Das lief alles reibungslos. Durch die viele Präsenz vor Ort konnte Stress verhindert werden."

Nach ersten Wahrnehmungen weniger Müll

Am Tag danach waren die Mitarbeiter der Stadt damit beschäftigt, den Müll rund um den Stausee und im Westuferpark zu beseitigen. Sieben Arbeiter und zwei Kehrmaschinen waren dafür im Einsatz. „Das wird wohl auch noch bis morgen dauern", sagt Georg Bockey. Am Donnerstagnachmittag waren bereits rund 20 Kubikmeter Müll beseitigt worden. „Das ist eine ähnliche Menge wie im Vorjahr", sagt Georg Bockey. Die Gesamtbilanz fällt dennoch deutlich besser aus.

Polizei und Stadt ziehen Bilanz zum 1. Mai rund um den Halterner Stausee

Über 20 Kubikmeter Müll haben sich am 1. Mai angesammelt. © Johanna Wiening

Für das kommende Jahr wolle man den Schwerpunkt besonders auf die großen Wagen legen, so Bockey: „Wir wollen darauf achten, dass die Wagen auch wirklich nicht mit Motoren betrieben, sondern geschoben werden. Das sorgt für noch mehr Sicherheit für alle."

Kommentar

Eins steht fest: Ich bin ziemlich beeindruckt. Und zwar fast ausschließlich im positiven Sinn. Ich war zum ersten Mal am 1. Mai in Haltern unterwegs - wenn auch beruflich. Gesehen habe ich gut gelaunte, tanzende Menschen und beeindruckende Maiwagen, die viel mehr sind als die mir normalerweise bekannten Bollerwagen. Was mich aber an dem ganzen Tag besonders überrascht hat: Eine gereizte oder aggressive Stimmung habe ich zu keinem Zeitpunkt wahrgenommen. Natürlich gibt es bei über 2000 Menschen immer ein paar schwarze Schafe, bei denen Polizei und Sicherheitsdienst eingreifen müssen. Aber im Großen und Ganzen waren fast alle viel mehr an der Party interessiert, als an irgendwelchen Streitereien. Gut so! Denn nur so macht der 1. Mai auch mir als Reporterin wirklich Spaß.
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