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Provisorische Bahnhofsbrücke bleibt noch bis zum kommenden Jahr

hzBahnhof Haltern

Der Bahn-Konzern bedauert die beiden Stürze auf der provisorischen Brücke am Halterner Bahnhof. Die Stahlkonstruktion, die über die Gleise führt, werde aber noch bis nächstes Jahr benötigt.

Haltern

, 24.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Die provisorische Brücke, die am Bahnhof in Haltern über die Gleise zum mittleren Bahnsteig führt, wird voraussichtlich im März 2020 wieder abgebaut. Das hat ein Sprecher der Deutschen Bahn am Donnerstag auf Anfrage mitgeteilt. Bislang gebe es keine Verzögerungen im Ablauf der umfangreichen Bauarbeiten, hieß es. Ab April des kommenden Jahres sollen Bahnreisende demnach die neue und dann barrierefreie Personenunterführung nutzen können.

„Die Behelfsbrücke ist unabdingbar“

Nach zwei Unfällen auf dem provisorischen Übergang bedauert das Unternehmen, „dass es in wenigen Fällen zu Stürzen bei der Benutzung der Brücke gekommen ist“. Die Behelfsbrücke sei allerdings unabdingbar, um die Bauarbeiten durchzuführen zu können. Zwei Frauen waren innerhalb weniger Tage auf den Stahlstufen ausgerutscht.

Provisorische Bahnhofsbrücke bleibt noch bis zum kommenden Jahr

Acht Meter hoch ist die Behelfskonstruktion zur Überquerung der Gleise am Halterner Bahnhof. © Ingrid Wielens

In einem Fall hatte sich eine 68-Jährige einen komplizierten Trümmerbruch am Schienbeinkopf zugezogen. Sie liegt derzeit noch im Krankenhaus und wird frühestens in vier Monaten wieder schmerzfrei laufen können. Wie der Bahnsprecher erklärte, werde ein Mitarbeiter des Konzerns schon bald Kontakt mit ihr aufnehmen, um sich ausdrücklich bei ihr zu entschuldigen.

technische Daten zur Brücke

  • Die provisorische Brücke ist acht Meter hoch.
  • Die Treppenstufen sind rund 2,50 Meter breit. Sie haben eine Tiefe von 32 Zentimetern. Das entspricht laut Bahnsprecher dem Standardmaß bei Treppenstufen.
  • Die Überführung ist 30 Meter lang und drei Meter breit.

Die Behelfsbrücke, die Anfang Februar errichtet worden und am 13. Mai in Betrieb gegangen war, ist umstritten. Viele Menschen empfinden sie als wackelig, zu hoch und zudem unüberwindbar für gehbehinderte Menschen oder Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollator oder schwerem Gepäck.

Bahn-Bedienstete helfen bei schwerem Gepäck

Der Bahnsprecher verwies in diesem Zusammenhang auf die Mitarbeiter der Deutschen Bahn, die täglich von 6 bis 22.30 Uhr beim Tragen helfen würden.

Auch eine Feuerwache ist rund um die Uhr im Dienst. Fährt ein Zug unter der Stahlkonstruktion, deren Überquerung mit Holz verkleidet ist, her, achtet diese auf einen möglichen Funkenflug. Bei Bedarf helfe er aber auch beim Gepäck tragen, sagte der Wachdienst-Mitarbeiter.

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„Sicherheit ist bei der DB oberstes Gebot“, betonte der Bahn-Sprecher nochmals ausdrücklich. Die Brücke sei von Prüfern abgenommen worden. Es handele sich um ein zugelassenes und bewährtes System. Zudem werde die Verkehrssicherheit der Brücke ständig durch eine Bauüberwachungsfirma kontrolliert.

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