Britta Inhestern und Lars Jerchel haben das Restaurant „Futtern wie bei Vattern“ eröffnet. © Hanna Tanska
Futtern wie bei Vattern

Quereinsteiger wagen Restauranteröffnung in der Pandemie

Sie haben mitten in der Pandemie ihre Jobs aufgegeben, um ihren gastronomischen Traum zu leben: Britta Inhestern und Lars Jerchel haben „Futtern wie bei Vattern“ eröffnet.

Britta Inhestern und Lars Jerchel haben ihn gewagt – den Schritt aus der sicheren Festanstellung in den turbulenten Alltag als selbständige Gastronomen. Und das mitten in der Pandemie. Auf dem jungen Campingplatz „Naturpott“ gegenüber dem Flugplatz Borkenberge haben die beiden Quereinsteiger unter dem Namen „Futtern wie bei Vattern“ in diesem Jahr eine bodenständige Küche etabliert.

Nun wollen sie auch verstärkt Gäste aus der Umgebung bewirten. Von Haltern Sythen aus ist der Flugplatz Borkenberge unter anderem über die alte „Panzerstraße“ mit dem Rad gut erreichbar und ein beliebtes Ausflugsziel.

Münsterland und Ruhrgebiet

Das neue Konzept des Campingplatzes zielt auf die Verbindung von Münsterland und Ruhrgebiet ab, eben auf Natur und Pott. Hier hatten Lars Jerchel und Britta Inhestern ihren Oldtimer-Campingwagen aufgestellt. Als dann im vergangenen Jahr ein Nachfolger für die Gastronomie gesucht wurde, griffen sie zu.

„Lars stammt aus Castrop-Rauxel, sein Vater und sein Großvater haben im Bergbau gearbeitet, ich bin eher ‚das Mädchen vom Lande‘ und stamme aus Coesfeld-Lette“, so Britta Inhestern. „Das Konzept des Campingplatzes passt also genau zu unserer eigenen Geschichte, und in diesem Sinne haben wir auch unser Gastronomiekonzept entwickelt“.

„Futtern wie bei Vattern“ lässt die Bergbautradition wieder aufleben. © Hanna Tanska © Hanna Tanska

Vor einem Jahr saß Lars Jerchel noch als Angestellter täglich von 7 bis 16 Uhr am Schreibtisch. Ebenso seine Partnerin Britta Inhestern, die in einem Verlag in Münster Geschenkartikel und Spielwaren entwickelte.

Er hatte aber schon gastronomische Erfahrungen gesammelt. Zunächst war er nebenberuflich mit einem Grillwagen auf Festveranstaltungen in Münster unterwegs, später übernahm er häufig Catering-Aufträge, auch in der Münsteraner Künstler- und Musikerszene.

Hausgemachte Gerichte mit hochwertigen Zutaten

Die beiden ließen sich beim Aufbau ihres Restaurants von einem Gastronomie-Coach beraten. Ende März 2021 war es dann soweit: „Futtern wie bei Vattern“ konnte eröffnen. „Zunächst konnten wir coronabedingt nur außer Haus verkaufen, ab Mai dann auch Gäste bei uns begrüßen“, so Britta Inhestern. „Das war für uns nicht schlecht, weil wir uns so in die Arbeitsabläufe rein finden konnten.“

Beide haben ihre sicheren Jobs aufgegeben, um ihren gastronomischen Traum zu leben. Ob dampfendes Roastbeef mit Quetschkartoffeln oder „Pommes-Currywurst-Mayo“: Auch die Küche orientiert sich am Spannungsfeld Ruhrgebiet/Münsterland.

Auf den Teller kommen von Beginn an hausgemachte Gerichte mit hochwertigen Zutaten: Fleisch wird ausschließlich von Neuland-Höfen aus der Region bezogen, die tierfreundliche Haltung garantieren.

Das Restaurant hat 35 Innenplätze und ist in der Wintersaison geöffnet: donnerstags und freitags von 17 bis 22 Uhr, sowie samstags und sonntags von 12 bis 22 Uhr. Alle Infos finden sich auf: futternwiebeivattern.de.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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