Radler und Fußgänger müssen grüne Ampeln auch weiter anfordern

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Die Grünphase für Radler und wie hier im Bild für Fußgänger an der Rochfordstraße muss an den Ampeln im Stadtgebiet überwiegend angefordert werden.
Die Grünphase für Radler und wie hier im Bild für Fußgänger an der Rochfordstraße muss an den Ampeln im Stadtgebiet überwiegend angefordert werden. © Daniel Winkelkotte (A)
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Mit einem Antrag hatte sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Mai an die Verwaltung gewandt. Dabei ging es um den Fuß- und Radverkehr im Stadtgebiet. Die Ampelschaltungen sollten dahingehend verändert werden, dass sie „automatisiert und ohne Anforderung mit der Grünphase für den Kfz-Verkehr gleichgeschaltet“ werden. Denn problematisch sei es vor allem bei Verkehren, die aus Nebenstraßen auf die Hauptachsen träfen. Häufig sei den Verkehrsteilnehmern dort gar nicht bekannt, dass der Anforderungsknopf zur Erlangung der Grünphase gedrückt werden müsse, heißt es in dem Grünen-Antrag.

Die Stadt reichte den Antrag weiter an den zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW. Der Betreiber der Ampelanlagen hat inzwischen geantwortet. Allerdings nicht in der erhofften Form.

Anforderung der Freigabe soll Sperrphasen vermeiden

Die Lichtsignalanlagen würden im Zuständigkeitsbereich von Straßen.NRW nach dem Stand der Technik größtenteils verkehrsabhängig betrieben, heißt es in dem Schreiben. So werde die höchstmögliche Leistungsfähigkeit des Verkehrsablaufs an einer Kreuzung erreicht. „Fast alle Verkehrsströme werden detektiert und aufkommensabhängig bedient“, so der Landesbetrieb.

Fahrzeuge, die aus Seitenstraßen kommen, sowie Fußgänger und Radfahrer, die eine übergeordnete Straße queren wollen, müssten die Freigabe anfordern, um unnötige Sperrphasen zu vermeiden, heißt es weiter in der Erklärung.

„Automatische Freigabe führt zu unnötigen Wartezeiten“

Wie Straßen.NRW ausführt, würden zu Verkehrsspitzen teilweise parallel geführte Fußgänger- und Radwege zusammen mit dem Autoverkehr automatisch freigegeben, insbesondere beim Geradeaus- und Rechtsabbiegeverkehr. „Zu verkehrsschwächeren Zeiten werden dagegen fast alle Verkehrsströme nur nach Anforderung bedient.“ Außerdem variierten die Umlaufzeiten der Signalprograme nach Tageszeiten. Sie betragen demnach zwischen 60 und 120 Sekunden.

Nach Auffassung des Landesbetriebs führt eine automatische Freigabe von Fußgängerphasen zu längeren Sperrzeiten bei den „Konfliktströmen“ – und damit zu unnötigen Wartezeiten. Auch im Sinne der Verkehrssicherheit wolle man die flächendeckende Freigabe der Ampeln für Radler und Fußgänger überwiegend nur auf Anforderung freigeben, betont Straßen.NRW. Es bleibt also alles beim Alten.

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