Meinung

Radweg in Lavesum: Vorgezogen auf den Sankt-Nimmerleinstag

Der Lückenschluss der Radroute an der Rekener Straße in Lavesum bleibt ein Projekt für die ferne Zukunft. Halterner Interessen waren in der Verbandsversammlung nicht gefragt.
Der Radweg an der Rekener Straße endet von Lavesum kommend kurz vor dem Ketteler Hof.
Der Radweg an der Rekener Straße endet von Lavesum kommend kurz vor dem Ketteler Hof. © Jürgen Wolter

Wer noch nicht mit dem Fahrrad auf der Rekener Straße zwischen Granatstraße und Ketteler Hof unterwegs war, sollte es auch künftig nicht tun. Die enge und kurvige Strecke mit stellenweise starkem Gefälle und Steigungen ist schwer einsehbar. Von motorisierten Verkehrsteilnehmern wird sie rege genutzt, darunter auch viele Fahrer schwerer Nutzfahrzeuge, die die Landesstraße als Abkürzung zur Autobahn 43 schätzen. Radfahrer leben hier gefährlich.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat den Lückenschluss des Radwegs an der L 652 in Lavesum mit Platz 15 um vier Positionen in der Prioritätenliste nach vorne gebracht. Realistisch betrachtet, ist das Projekt damit auf den Sankt-Nimmerleinstag vorgezogen worden.

Der Priorisierungsvorschlag erfolgt zwar rein fachlich nach einem vom NRW-Verkehrsministerium vorgegebenen Bewertungsverfahren. Aus regionalpolitischen Gründen könnte die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr (RVR) von diesem aber durch einen entsprechenden Beschluss abweichen und das Projekt Radwege-Lückenschluss auf der L 652 in Lavesum so vorziehen.

Doch im „Forum für alle Städte und Kreise des Ruhrgebiets“, wie der RVR die Verbandsversammlung nennt, wurde den Halterner Positionen kein Gehör verschafft. Stattdessen bekamen Radwegebau-Projekte unter anderem in Essen, Dortmund, Kamen und Oer-Erkenschwick den Zuschlag – den Radtouristen und der Bevölkerung in Haltern hilft das leider nicht.

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