Rätselhafte pinke Holzkreuze an der Recklinghäuser Straße - Wer hat sie aufgestellt?

hzKreuze in Pink

Seit dem Wochenende ziehen grellpinke Holzkreuze an der Recklinghäuser Straße die Blicke der Autofahrer auf sich. „Wildunfall“ steht darauf. Wer sie aufgestellt hat, ist rätselhaft.

Haltern

, 17.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei dem herbstlich trüben Wetter fallen sie schon von Weitem auf: An der Recklinghäuser Straße stehen im Bereich des Forsthofes Haard mehrere pinkfarbene Holzkreuze, die wegen ihrer Signalfarbe deutlich leuchten. Oben ist jeweils ein Schild mit der Aufschrift „Wildunfall“ angebracht.

Die Frage, wer diese Kreuze aufgestellt hat, ließ sich nicht so ohne Weiteres beantworten. Beim Forsthof Haard waren sie auch erst am Montagmorgen aufgefallen. Die Straße fällt in diesem Bereich in den Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen NRW. Aber auch hier war von einer entsprechenden Maßnahme nichts bekannt.

Behörden waren nicht involviert

Auch eine Anfrage beim Ordnungsamt der Stadt Haltern war nicht erfolgreich, dort war die Aktion ebenfalls nicht bekannt. Ebensowenig war die Untere Jagdbehörde, angesiedelt beim Kreis Recklinghausen, informiert. „Dort war die Aktion ebenfalls nicht angemeldet, das hätte geschehen können, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben“, so Kreissprecher Jochem Manz.

Jetzt lesen

In dem Bereich, in dem die Schilder aufgestellt wurden, kommt es in der Tat häufig zu Wildunfällen. Das bestätigen die beiden Vorsitzenden des Hegerings Haltern, Reinhold Bergjürgen und Björn Ziplies. Damwild, Wildschweine und auch Rehwild sei hier häufig anzutreffen. „Ein Jagdpächter hat schon im Scherz gesagt, er müsse dort nicht mehr jagen, so viele Unfälle würden hier passieren“, so Reinhold Bergjürgen.

Jagdpächter wird bei Wildunfällen verständigt

Bei einem Unfall mit Wild verständigt die Polizei den zuständigen Revierförster und dieser nimmt Kontakt zum jeweiligen Jagdpächter auf. Dieser versucht verletztes Wild zu finden oder kümmert sich um den Abtransport von getötetem Wild.

Aus diesem Grund gibt es beispielsweise in Norddeutschland schon seit mehreren Jahren Aktionen, bei denen ähnliche Kreuze aufgestellt werden, um auf die Gefahren hinzuweisen. Beim Hegering hält man es deshalb für wahrscheinlich, dass der entsprechende Jagdpächter die Kreuze aufgestellt hat, um Autofahrer zu sensibilisieren, das Verkehrszeichen „Wildwechsel“ sehr ernst zu nehmen.

Lesen Sie jetzt