Brutale Randalierer trieben ihr Unwesen in der Halterner Innenstadt

hzEinbruchsversuch

Ausgehobene Gullydeckel, Kanthölzer auf dem Parkstreifen und ein versuchter Einbruch: Diese Schäden hinterließen Randalierer in der Halterner Innenstadt in der Nacht zu Freitag.

Haltern

, 30.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Nacht auf Freitag haben Randalierer in der Innenstadt von Haltern ihr Unwesen getrieben. Dabei gingen sie zum Teil mit großer Brutalität vor. Gegen 0.20 Uhr waren einem Zeugen mehrere ausgehobene Gullydeckel auf der Dr.-Conrads-Straße aufgefallen. Außerdem stellten Polizeibeamte vor der Wache in Haltern zwei lange Kanthölzer fest, die auf den Treppen bzw. dem Parkstreifen abgelegt worden waren. Vor der Tür lagen zudem Glasscherben und zwei kaputte Lampen.

Versuchter Einbruch in Tankstelle

Gegen 0.35 Uhr alarmierte direkt anschließend eine Zeugin die Polizei, weil sie verdächtige Personen an der Aral-Tankstelle an der Weseler Straße bemerkt hatte. Zwei Männer versuchten die Tür zum Tankstellenshop aufzubrechen. Die Zeugin konnte sehen, wie die Täter mit einem länglichen Gegenstand gegen die Glastür schlugen und Kieselsteine gegen die Tür warfen.

„Sie haben Steine gegen die Tür geworfen und sich selbst dagegen geworfen. Dann haben sie versucht, die Tür einzutreten“ sagt Tanja Bamberg, Stationsleiterin der Aral-Tankstelle. Das alles ist auf dem Überwachungsvideo der Tankstelle zu sehen. „Ich bin entsetzt, mit welcher Brutalität die Täter vorgegangen sind. Sie waren maskiert und sind dann Richtung Römermuseum geflüchtet. Zum Glück sind sie nicht reingekommen, da hat sich das Sicherheitsglas schon bezahlt gemacht“. so Bamberg. Die Tankstelle war erst kürzlich komplett saniert worden.

Gegen halb sechs morgens war sie von einer Mitarbeiterin, die die Tankstelle aufschließen wollte, über den Einbruchsversuch informiert worden. „Ich bin dann sofort in die Klamotten gesprungen und hierher gefahren“, sagt sie.

Zwei Maskierte auf Überwachungsvideo

Die Männer, laut Tanja Bamberg sind auf dem Video zwei maskierte Täter zu sehen, flüchteten schließlich zu Fuß in Richtung Römermuseum. Sie werden wie folgt beschrieben: normale Statur, etwa 1,70m groß, dunkel gekleidet mit dunklen Kapuzen, einer trug eine Jeanshose und hatte einen Rucksack dabei. Sie sollen hochdeutsch gesprochen haben.

Die Polizei sucht Zeugen, die unter der Telefonnummer 0800/2361 111 Hinweise zu den Taten oder zu Tatverdächtigen geben können.