Ratten werden in Haltern am See zu einem immer größeren Problem

hzNagetiere

Richtig groß können sie werden und viele Leute finden sie richtig ekelig: Ratten werden in Haltern am See immer mehr zu einem Problem. Das können Sie gegen die Nagetiere tun.

Haltern

, 09.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Ich hab eine gefangen, die war so groß“, sagt Dieter Mallon und hält die Hände etwa 30 Zentimeter auseinander: „Ohne Schwanz.“ Der Hamm-Bossendorfer sagt, in der Nachbarschaft habe jeder in letzter Zeit Ratten gesichtet. Etwa einmal pro Woche laufe eines der Tiere durch seinen Garten.

Die Halterner Stadtverwaltung bestätigt den Eindruck des Mannes: „Ratten werden in der Tat zu einem immer größeren Problem“, sagt Sprecher Georg Bockey: „Nicht nur bezogen auf Haltern am See, sondern überall.“ Der größte Grund sei das reichhaltige Angebot an Futterquellen: „Viel Futter, große Population“, so Bockey. Außerdem hätten die Tiere kaum natürliche Fressfeinde.

„Gift wollen wir alle nicht auslegen“

„Hier leben viele Kinder“, sagt Dieter Mallon: „Gift wollen wir alle nicht auslegen und die Ratten können ja auch Krankheiten verbreiten.“ Also musste ein altes Sprichwort her: Mit Speck fängt man Mäuse, in diesem Fall Ratten. Dieter Mallon ist es wichtig, niemanden als Schuldigen in der Umgebung zu verdächtigen - aber es schade sicherlich nicht, aufzuzeigen, was jeder Anwohner tun kann, damit sich die Ratten nicht verbreiten.

Ratten werden in Haltern am See zu einem immer größeren Problem

In den Siedlungen und auf den Feldern finden Ratten ihr Futter. © dpa

„Der von uns beauftragte Schädlingsbekämpfer legt zweimal pro Jahr die Giftköder in die Kanaleinstiege. Zusätzlich wird er aktiv, wenn wir aus der Bevölkerung Hinweise für den Befall bekommen“, sagt Georg Bockey. Meldungen können auf der Internetseite der Stadtverwaltung erfolgen.

Die Ratten rühren die Köder nicht mehr an

Wirklich problematisch wird die Situation aber, weil die Ratten die Köder nicht mehr so häufig anrühren. „Entweder gehen sie gar nicht durch den Kanal oder sie finden oberirdisch eine bessere Futterquelle“, so Georg Bockey. Nicht vollständig abgeerntete Äcker oder Verpackungsmüll mit Lebensmittelresten könnte das sein: „Selbst fettgetränkte Pizzakartons reichen“, so der Verwaltungssprecher.

Von der Stadtverwaltung heißt es: „Bürgerinnen und Bürger können auch Köder auf ihren eigenen Flächen auslegen.“ Jeder solle sein Gelände bezüglich möglicher Futterquellen hinterfragen. Das können Komposthaufen oder überfüllte Mülltonnen sein. Alles, was als Rattennahrung dient, sollte nicht offen herumliegen. „Hierbei sind konstruktive Gespräche und Absprachen mit Nachbarn hilfreich“, so Bockey.

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