Rauchgase in Lippramsdorfer Heizungskeller: Melder schlug Alarm

Feuerwehr-Einsatz

Ein Kohlenmonoxid-Melder an einer Heizungsanlage in Lippramsdorf schlug am Dienstagabend Alarm. Die Feuerwehr rückte mit drei Fahrzeugen aus.

Lippramsdorf

, 15.09.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Feuerwehr legte die Atemschutzausrüstung an, bevor sie im Heizungskeller nach der Ursache für den Gasaustritt suchte.

Die Feuerwehr legte die Atemschutzausrüstung an, bevor sie im Heizungskeller nach der Ursache für den Gasaustritt suchte. © Elisabeth Schrief

Um 19.18 Uhr ging bei der Feuerwehr am Dienstagabend Alarm ein. Ein aufmerksamer Nachbarn vom Freiheiter Weg hatte gehört, dass im Haus nebenan der Kohlenmonoxid-Melder ausschlug. Er verständigte unverzüglich die Hauseigentümer, die gerade nicht zu Hause waren. Die wiederum wählten den Notruf und radelten im Eiltempo von Haltern zurück nach Lippramsdorf.

Die Feuerwehr rückte mit zwei Einsatzfahrzeugen und einem Krankenwagen aus, auch die Polizei war vor Ort. Unter Atemschutz suchte die Feuerwehr im Heizungskeller nach der Ursache. Sie stellte eine Rauchgaskonzentration in der Höhe von 50 ppm (parts per million) fest. Dieser Wert, so Einsatzleiter Udo Garschagen, sei nicht lebensbedrohend, mahnt aber dennoch zur Vorsicht. Die Feuerwehr lüftete den Keller und stellte die Ölheizung ab.

Zur Sache

Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Atemgift und das Produkt einer unvollständigen Verbrennung. Es verhindert bei zu hoher Konzentration die Sauerstoffaufnahme des Blutes und kann deshalb zum Tod führen.

Zur Ursache sagte der herbeigerufene Manfred Stevermuer (Heizung/Sanitär), warme Luft habe von oben in den Kamin gedrückt und den Auftrieb im Schornstein negativ beeinflusst. Die Rauchgase konnten nicht abziehen. Ein Kaminzug sei abhängig sowohl von der Abgastemperatur als auch von den herrschenden Temperaturen im Schornstein und der Außenluft.

Die Anschaffung des Melders jedenfalls hat sich bezahlt gemacht. Die Bewohner durften nach einer Weile zurück ins Haus, die Heizung blieb allerdings aus und wird am Mittwoch von der Firma Stevermuer überprüft. Verletzt wurde niemand, allein die Aufregung war groß.

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