„Römer-Checker“ informieren Besucher im wiedereröffneten Römermuseum

hzRömermuseum Haltern

Nach wochenlanger Zwangspause öffnet das Römermuseum in Haltern am 5. Mai (Dienstag) wieder. Mit originellen Angeboten in Zeiten des Corona-Virus.

Haltern

, 04.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wegen der Corona-Pandemie waren sämtliche Museen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, darunter auch das Römermuseum in Haltern am See, am 14. März geschlossen worden. Am 5. Mai (Dienstag) nun werden sie wieder geöffnet. Dr. Josef Mühlenbrock ist froh. Ein Stück Normalität solle den Menschen zurückgebracht werden, sagte der Leiter des Römermuseums am Montag. LWL-Direktor Matthias Löb betonte dazu: „Je länger der Ausnahmezustand dauert, desto mehr spüren wir, dass auch Kultur systemrelevant ist.“ Sie gehöre zur Grundversorgung wie Nahrung. Und die wird nun auch im Römermuseum und der dazu gehörenden Römerbaustelle Aliso wieder bereitgestellt - mit neuen Sicherheitsvorkehrungen und einem veränderten Angebot.

Mund- und Nasenschutz mitbringen

Um die Besucher vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen, ist natürlich Mund- und Nasenschutz Pflicht - zumindest im Museum selbst. Der Besucherstrom wird reguliert. Für einen Besucher werden zehn Quadratmeter Fläche gerechnet.

Die Öffnungszeiten im Römermuseum

Das Römermuseum in Haltern ist ab dem 5. Mai wieder dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene kostet sechs Euro, für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre ist er frei.

Damit sind im Museum 40, im Außenbereich auf der Römerbaustelle maximal 300 Besucher gleichzeitig zugelassen. Bodenmarkierungen und Absperrbänder sorgen ebenfalls dafür, dass der Mindestabstand von eineinhalb Metern untereinander eingehalten wird. An Ein- und Ausgängen gibt es Desinfektionsmittelspender, zudem wurden die Reinigungszyklen ausgedehnt.

Ausstellungsstücke dürfen nicht angefasst werden

Das Kino muss geschlossen bleiben - „dort könnte es schnell eng werden“, erklärt Museumsleiter Mühlenbrock. Auch der Gastronomie-Bereich ist nicht zugänglich.

Dagegen ist die Dauerausstellung geöffnet.

Zwar können Ausstellungsstücke wie Lederzelt, Marschgepäck oder Wachstafeln aus Gründen der Hygiene zurzeit nicht angefasst werden. Dafür aber beantworten römische Legionäre - die „Römer Checker“ - an Feiertagen und am Wochenende in der Ausstellung und auf dem Außengelände die Fragen der Besucher zur römischen Historie. „Sie wissen genau Bescheid, was vor 2000 Jahren in Haltern passierte, als hier noch die römischen Legionäre stationiert waren“, meinte Josef Mühlenbrock.

Digitale Schnitzeljagd für Gruppen und Schulklassen

Auch Führungen sind derzeit aufgrund der damit verbundenen Gruppenbildung nicht möglich. Daher bietet das Halterner Museum als neues Format eine digitale Schnitzeljagd an. Dabei können Schulklassen und private Gruppen Museumspädagogen „buchen“ und sie auf eine Schnitzeljagd zu den Original-Funden im Museum schicken. Die Museumspädagogen übertragen die Schnitzeljagd per Kamera auf dem iPad direkt zur Schulklasse oder Gruppe und stehen so in direktem Austausch mit ihnen.

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