Rosen statt Handgranate: Gedenken am Tag der Befreiung (mit Video)

Die Gedenkfeier fand am Ehrenmal in Lippramsdorf statt.
Die Gedenkfeier fand am Ehrenmal in Lippramsdorf statt. © Privat
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Circa 50 Personen versammelten sich am Sonntag um 14 Uhr in Lippramsdorf am Ehrenmal, um des Tages der Befreiung und der vielen Millionen Opfer zu gedenken.

Zuvor hatte die Arbeitsgruppe Denk.Mal die Handgranate an der Skulptur von Rosen umkleidet. „Dass Frieden immer gewollt werden sollte und Krieg in keiner Weise und zu keiner Zeit verherrlicht werden darf. Deshalb haben wir die Granaten durch Rosen ersetzt. Wir sehen hier zwei Soldaten, die in keiner Weise den Eindruck von Friedensliebe erwecken, sodass man hier nicht von einem würdigen Ort der Friedenssuche sprechen kann“, hieß zur Begründung.

Gedichte und Musik bei der Gedenkveranstaltung

Nach einer kurzen Begrüßung durch Werner Nienhüser erklärte Bernhard Damm durch Verweis auf Zitate von Willy Brandt, Walter Scheel und Richard von Weizsäcker die besondere Bedeutung dieses Tages und das unendliche Leid, das durch den Nationalsozialismus und den Krieg verursacht worden ist. „Heute könnten wir wissen“, sagte er, „dass Frieden ein Gut ist, für das man einen Preis bezahlen muss.“

Die Handgranate an der Skulptur hatten die Organisatoren mit Rosen verkleidet.
Die Handgranate an der Skulptur hatten die Organisatoren mit Rosen verkleidet. © Privat

Gedichte von Hans Dieter Hüsch und Ingeborg Bachmann wurden von Magdalena Meier und Norbert Schulz vorgetragen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch zwei Musikstücke der Musikgruppe „12GradOst“. Ein gemeinsames Lied mit Achim Becker beendete die Veranstaltung.

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