Rote Rosen für die Frauen

Valentinstag in Haltern

An keinem anderen Tag im Jahr werden so viele Blumen gekauft wie am Valentinstag. Nie kaufen so viele Männer Blumen wie am Valentinstag. Meist kaufen die Männer Rosen – viele Rosen. Und genau da liegt das Problem.

HALTERN

, 14.02.2015, 08:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele rote Rose: Wenn Männer Blumen kaufen, sollen die oft Sträuße groß und üppig sein.

Viele rote Rose: Wenn Männer Blumen kaufen, sollen die oft Sträuße groß und üppig sein.

Walter Wendker, Inhaber eines örtlichen Floristikfachgeschäfts erzählt: „Ein Mann hat hier mal 30 rote Rosen für seine Frau gekauft. Drei Wochen später kam die Empfängerin in den Laden und sagte, sie hätte lieber einen kleineren Strauß gehabt, weil sie gar nicht genug Platz für so viele Rosen hatte.“ Wie dieser Frau geht es heute wahrscheinlich vielen. Aus Erfahrung weiß Wendker, dass Männer gern üppige und große Blumensträuße kaufen. Sie würden nicht daran denken, dass weniger auch mehr sein könne. Und sie seien gern bereit, mehr Geld für Sträuße auszugeben, sagt Floristin Vera Gossilin von Blumen Haunert.

Rote Rosen

„Frauen achten mehr auf den Preis“, zieht sie den Vergleich. Dasselbe gelte für die Qualität. Wendker begründet die unterschiedlichen Kaufverhalten der verschiedenen Geschlechter damit, dass Männer Spotankäufer seien, nicht nur beim Blumenkauf. Dazu passt auch, was Gossilin erzählt: „Der typische Männerspruch am Valentinstag ist: ‚Machen Sie mal.‘“

Eines wüssten die Männer aber genau: Zum Valentinstag müssen es rote Rosen sein. Kein Wunder, dass weltweit die Nachfrage nach roten Rosen am Valentinstag achtmal so hoch ist wie an anderen Tagen, wie Wendker sagt. „Ich habe 80 rote Rosen bestellt, plus 420 Rosen in anderen Farben.“ 

Einfacher zu überzeugen

Er schätzt, dass davon 80 Prozent an Männer gehen und nur 20 Prozent an Frauen. Einerseits kaufen Frauen heute wahrscheinlich sowieso weniger Blumen als Männer. Andererseits würden Frauen generell gern unterschiedliche Blumen mögen, sagt Gossilin.

Vielleicht erkennen das auch bald die Männer – zumindest die Jüngeren seien laut Wendker inzwischen leichter vom Händler zu überzeugen, dass viele Rosen auch zu viele Rosen sein könnten.  

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