Rücksichtslos mit bis zu 200 km/h: Autorennen wohl Unfallursache auf A 43

Zeugen gesucht

Nach dem schweren Unfall auf der A 43 am Freitagmittag sucht die Autobahnpolizei in Münster nun Zeugen. Die Beamten haben einen schlimmen Verdacht.

Haltern

, 26.10.2020, 16:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Sportwagen wurde bei dem Unfall total zerstört.

Der Sportwagen wurde bei dem Unfall total zerstört. © Guido Bludau

Am Freitag gegen 14.45 Uhr hatte sich der Unfall auf der Autobahn 43 ereignet. Zwei Menschen waren schwer verletzt worden, als ein Sportwagen zwischen den Anschlussstellen Haltern-Lavesum und Dülmen mit einem Ford Transit kollidierte. Jetzt bittet die Autobahnpolizei um Hinweise. Denn im Nachhinein deutet vieles darauf hin, dass der Unfall durch ein Autorennen verursacht wurde.

Wie ein Sprecherin der Polizei am Montag erklärte, war ein 32-jähriger Audi R8-Fahrer mit seiner 30-jährigen Beifahrerin in Richtung Münster unterwegs gewesen. Ersten Erkenntnissen nach sei er dann plötzlich aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit ins Schleudern geraten und mehrfach mit der Schutzplanke und mit dem Fahrzeugheck eines Ford Transit kollidiert.

Zeugen beobachteten rücksichtslosen Raser

„Zeugen berichteten, dass der Audi-Fahrer rücksichtslos mit bis zu 200 Stundenkilometern über die Autobahn gerast ist“, sagte die Sprecherin. Nach den Aussagen habe die Situation den Anschein erweckt, als ob der Audi-Fahrer sich mit einem unbekannten BMW M3 ein Rennen geliefert habe.

Polizei in Münster nimmt Hinweise entgegen

Zeugen, die Angaben zu dem Unfallgeschehen und dem unbekannten BMW M3 machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0251 275-0 bei der Polizei zu melden.

Die Polizei hofft nun, dass weitere Verkehrsteilnehmer den Unfall beobachtet und möglicherweise Angaben dazu machen können. Auch bittet sie um Hinweise auf den BMW M3.

Beide Insassen des Sportwagens schwer verletzt

Der 32-Jährige wurde nach der Kollision mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde ihm eine Blutprobe entnommen, seine Mobiltelefone stellten Polizisten sicher. Rettungskräfte brachten seine Beifahrerin ebenfalls schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Die Fahrtrichtung Münster wurde für die Dauer der Unfallaufnahme für etwa fünf Stunden komplett gesperrt. Der Verkehr staute sich auf eine Länge bis zu sechs Kilometer.

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