Saisonstart: Musikreihe im Römermuseum mixt Klassik mit Crossover-Klängen

Konzertreihe

Von Klassik bis Crossover - die neue Saison der Konzertreihe „Musik im Römermuseum“ bietet ein vielfältiges Angebot. Vom Beatboxer mit Querflöte bis zum Perkussionisten ist alles dabei.

Haltern

27.09.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit ihrem leidenschaftlich-expressiven Spiel begeisterte Liv Migdal in der Vergangenheit wiederholt in Haltern.

Mit ihrem leidenschaftlich-expressiven Spiel begeisterte Liv Migdal in der Vergangenheit wiederholt in Haltern. © Dr. med Heinz-Dieter Oelmann

Die beliebte Konzertreihe „Musik im Römermuseum“ geht im Oktober im LWL-Römermuseum, Weseler Str. 100, in die nächste Saison, selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Hygienevorschriften und natürlich mit herausragenden Musikerinnen und Musikern. Die jungen Virtuosinnen und Virtuosen haben Klassisches, außerdem Zeitgenössisches, das Spaß macht und überrascht, sowie Crossover auf dem Programm.

4 Konzerte mit hochkarätigen Musikerinnen und Musikern

Die Konzertreihe eröffnen die Geigerin Liv Migdal und die chinesisch-norwegische Pianistin Jie Zhang. Mit ihrem leidenschaftlich-expressiven Spiel begeisterte Liv Migdal in der Vergangenheit wiederholt in Haltern. Auf vielfachen Publikumswunsch kommt die Wahlberlinerin am Mittwoch, 21. Oktober, wieder ins Römermuseum, diesmal mit Mozarts G-Dur-Sonate, KV 301, und Józef Wieniawskis virtuoser Sonate in d-Moll.

Die Geigerin, die in Herne geboren wurde, mit dem GWK-Förderpreis 2010 und mit anderen Preisen ausgezeichnet wurde, gastiert international mit großem Erfolg als Solistin und Kammermusikerin.

Die chinesisch-norwegische Pianistin Jie Zhang.

Die chinesisch-norwegische Pianistin Jie Zhang. © privat

Das klassische Schlagwerk erobert derzeit die Konzertsäle weltweit mit famosen jungen Percussionistinnen und Percussionisten. Dieser Generation gehören auch die Chinesin Zizhu Wang und der Japaner Kiyohiko Kudo an. Beide sind GWK-Förderpreisträger und gastieren im Römermuseum am Mittwoch, 18. November. Neben Bearbeitungen von Bachschen Chorälen oder Astor Piazzollas „Nightclub“ für Marimba sind spannende Originalstücke für Marimba und Vibraphon, für Trommel und Schlagwerk-Setup zu erleben.

Coronagerechtes Konzertformat

Für die Sicherheit der Besucher ist gesorgt: Der Mindestabstand zwischen den Sitzplätzen ist durch eine „Inselbestuhlung“ gewährleistet. Jedes Konzert dauert nur 60 Minuten ohne Pause und Bewirtung. Das Kartenkontingent ist stark reduziert; dafür finden an jedem Veranstaltungsabend zwei Konzerte mit demselben Programm statt, jeweils um 18 und um 20 Uhr. Eine Maske ist mitzubringen, die aber während des Konzertes nicht getragen werden muss. Der Einlass in das Gebäude erfolgt erst 15 Minuten vor Konzertbeginn.

Im Konzertsaal auch immer noch selten, jedoch mächtig auf dem Vormarsch ist die beatboxende Querflöte. Nerses Ohanyan ist klassisch ausgebildeter Flötist und er ist Beatboxer, das heißt, er imitiert mit Mund, Rachen und Nase eine Rhythmusmaschine. Und er kann beides gleichzeitig: sich beim Flötespiel selbst beatboxend begleiten. Der gebürtige Armenier spielt mit dem serbischen Akkordeonisten Miroslav Nisić am Mittwoch, 27. Januar 2021 ein Programm mit Originalen für das Duo Nerses und mit mitreißenden Adaptionen, die Vivaldi, Bach, Beethoven, Paganini oder auch AC/DC und Jenkins neu erklingen lassen.

Debussy und Milhaud zum Abschluss

Die Saison 2020/21 beschließt das Duo Jilo mit der Klarinettistin Julia Puls und dem Pianisten Viktor Soos am Mittwoch, 3. März 2021. Die GWK-Preisträgerin 2020, die in Senden aufwuchs, war Jungstudentin an der Jugendakademie Münster. Zur Zeit bereitet sie ihren Master an der Hochschule in Stuttgart vor; sie ist obendrein Soloklarinettistin der Augsburger Philharmoniker. Beide werden in Haltern mit französischen Hits für ihre Besetzung und Alban Bergs „Vier Stücken, Opus 5“ brillieren. Nach Debussys „Première Rhapsodie“, Poulencs Sonate für Klarinette und Klavier und seinen Improvisationen für Klavier solo ist Milhauds Klassiker „Scaramouche“ der „Rausschmeißer“ des Abends und der Konzertsaison.

Einzelticket: 18 Euro, ermäßigt 15 Euro für Personen bis 25 Jahre und GWK-Mitglieder; alle 4 Konzerte: 60 Euro. Tickets gibt es nur an der Museumskasse. Wegen der notwendigen Datenschutzerklärung können die Karten nur persönlich oder für eine in häuslicher Gemeinschaft lebende Person entgegengenommen werden.

Das Ticket, das für das abgesagte Konzert der Oslo Kammerakademie erworben wurde, kann kostenlos gegen ein frei wählbares Konzertticket für diese Saison eingetauscht werden. Das Ticket für die Oslo Kammerakademie muss dafür an der Museumskasse vorgelegt werden. Barerstattung ist nicht möglich.

„Musik im Römermuseum“ wird von der KulturStiftung Masthoff, dem LWL-Römermuseum Haltern und der GWK-Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit aus Münster gemeinsam veranstaltet.

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