Die Sanierung der Turnhalle Sythen ist aufwendiger und teurer als gedacht

hzTurnhalle Sythen

Sehnsüchtig warten die Sportler auf die Wiedereröffnung der Turnhalle Sythen. Die Stadt erklärt, warum der geplante Termin verschoben werden musste und die Sanierung teurer wird.

Sythen

, 17.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei der Sanierung der Turnhalle am Mosskamp in Sythen, die schon seit den Sommerferien geschlossen ist, lauerte die böse Überraschung im Verborgenen. „Aufgrund von nicht bekannten Unterspülungen der Sohlplatte in einigen Bereichen musste teilweise die Betonsohlplatte aufgenommen und wieder ergänzt werden“, teilte die Stadtverwaltung Haltern auf Anfrage mit.

Das Gebäude wird nicht nur für den Schulsport genutzt, sondern ist auch bei Vereinen gefragt. Sehnsüchtig wird die Wiedereröffnung erwartet, aber der angekündigte Termin im Dezember musste aufgrund des unerwarteten Problems verschoben werden. So müssen Sportgruppen weiterhin auf andere Standorte in Haltern ausweichen oder pausieren.

Sporthalle soll im März wieder zur Verfügung stehen

Die Unterspülungen seien durch defekte Grundleitungen hervorgerufen worden, teilte die Stadt mit. Im Gebäude seien die Leitungen ausgetauscht worden, im Außenbereich werden sie mithilfe eines sogenannten grabenlosen Inlinerverfahrens saniert. „Da die alten Stahlheizungsleitungen unbekannterweise unter der Sohlplatte im Sandboden verbaut waren, mussten diese aufgrund von Korrosion auch ausgetauscht werden“, informierte das städtische Presseamt.

Aktuell geht die Verwaltung davon aus, dass die 60 Jahre alte Sporthalle im März wieder genutzt werden kann. Ebenfalls unerfreulich ist eine nicht unerhebliche Kostensteigerung für die Sanierung.

Kosten sind um rund 160.000 Euro gestiegen

Ursprünglich sollten 689.000 Euro für die Maßnahme ausgegeben werden. Jetzt rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 857.000 Euro. Preissteigernd hätte sich nicht nur die Behebung der zusätzlichen Baumängel ausgewirkt, sondern auch das schlechtere Ergebnis bei Ausschreibungen.

Besonders aufwendig gestaltete sich die Schadstoffsanierung an der Turnhalle. Unter anderem mussten asbesthaltige Baustoffe entsorgt werden, die aufgrund ihrer Gefahr für die Gesundheit seit 1993 in Deutschland nicht mehr verwendet werden dürfen. Darüber hinaus wurden bleihaltige Farbanstriche und Schimmelpilze entfernt.

Kurzfristig sollen jetzt unter anderem Fliesenarbeiten und der Anschluss einer neuen Photovoltaikanlage auf dem Dach unter Federführung der Stadtwerke Haltern fertiggestellt werden, kündigte die Stadt an. Auch der Einbau einer ballwurfsicheren Akustikdecke mit Lichtbändern stehe noch aus.

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