Seniorenbeirat wird um vier auf 17 Mitglieder erweitert

Seniorenbeirats-Wahlen

Wenige Monate nach der Wahl des Stadtrates wird in Haltern ein neuer Seniorenbeirat gewählt. 13 Mitglieder hat er bisher, doch das sind zu wenig, sagen die noch amtierenden Vertreter.

Haltern

, 12.11.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
2014 wurde der letzte Seniorenbeirat gewählt.: Karl Seine, Gottfried Gronemeyer (nicht auf dem Foto), Elisabeth Fimpeler, Norbert Hoffmann, Marianne Mathäa, Jürgen Chmielek, Marlies Stevermür, Otto K. Rohde, Hedwig Himmelmann, Hans Kirschbaum, Sigrid Geipel, Siegfried Lindemann und Hans-Josef Schild.

2014 wurde der letzte Seniorenbeirat gewählt.: Karl Seine, Gottfried Gronemeyer (nicht auf dem Foto), Elisabeth Fimpeler, Norbert Hoffmann, Marianne Mathäa, Jürgen Chmielek, Marlies Stevermür, Otto K. Rohde, Hedwig Himmelmann, Hans Kirschbaum, Sigrid Geipel, Siegfried Lindemann und Hans-Josef Schild. © privat (Archiv)

Angestoßen durch die Wählergemeinschaft Haltern, gründete sich 1992 der Halterner Seniorenbeirat. Die Arbeit startete damals mit 14 gewählten Mitgliedern. „Wichtig ist, dass Senioren ein Sprachrohr haben und dass sie aktiv und intensiv an der Gestaltung des öffentlichen Lebens in Haltern teilnehmen“, sagte der damalige Vorsitzende Georg Westerworth.

Über die Jahre hat sich der Seniorenbeirat etabliert. die letzte Wahl fand 2014 statt, aktueller Vorsitzender ist Otto Rhode. Nun läuft die Amtsperiode aus, eine neue Wahl steht an. Dafür hat der neue Stadtrat am 3. November die Satzung geändert. Denn Ziel ist, das Gremium zu vergrößern.

Vertreter der Interessen der Senioren

Aktuell hat der Seniorenbeirat 11 aktive Mitglieder (gewählt waren ursprünglich 13), das sind deren Ansicht aber zu wenig, um den vielfältigen Aufgaben und der stetig wachsenden Gruppe der Menschen ab 60 Jahren gerecht zu werden. Der Beirat vertritt die Interessen der Senioren nicht nur gegenüber Behörden und Institutionen, die Mitglieder nehmen auch an Ausschuss-Sitzungen im Rathaus teil. Beratend und empfehlend äußern sie sich zu Themen wie Wohnen, Verkehr, Sozialwesen, Kultur, Bildung und Sport.

Vorschlag war zunächst, die Gesamtzahl der Sitze in Abhängigkeit zur Zahl der Halterner, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, festzusetzen. Vor jeder Wahl würden die Daten neu berechnet. Für die Seniorenbeiratswahl in 2021 errechnete die Stadt auf Grundlage von 12.025 Einwohnern insgesamt 21 Sitze. Dann wäre das Halterner Gremium so groß wie die Seniorenbeiräte in Recklinghausen und Marl.

Beirat: Demografischer Faktor wäre wichtig

Der neue Rat aber will keine Dynamisierung, sondern eine feste Größe: 17 Mitglieder sollen dem Seniorenbeirat angehören. Diesen Änderungsantrag stellten CDU, Grüne, WGH und FDP. Die SPD lehnte eine Dynamisierung zwar auch ab, war aber sehr wohl für eine Größe von 21 Mitgliedern.

Der Seniorenbeirats-Vorsitzende Otto Rohde ist nicht unzufrieden, hätte sich aber mehr Weitsicht gewünscht. Es wäre eine historische Chance und in Nordrhein-Westfalen bislang einmalig gewesen, die Mitgliederzahl anhand der demografischen Entwicklung festzulegen. „Dann wäre das ein Leuchtturm-Projekt gewesen“, sagt Otto Rohde. „Die Aufgaben wachsen, wir möchten sie gern auf mehr Schultern verteilen. Das wäre auch eine Entlastung für die Stadt.“

Bewerbungen bis zum 9. Dezember einreichen

Die Mehrheit der Ratsmitglieder sah es als ausreichend an, 17 Mitglieder wählen zu lassen. Allerdings wurde der Änderungsantrag nicht damit begründet, sondern hier wurde der Vergleich zum Rat hergestellt. Die Ratssitze (44) im Verhältnis zu den Wahlberechtigten zur Kommunalwahl (32.398) ergab einen Faktor von 1 : 736. Dieser Faktor wurde umgelegt auf die 12.025 wahlberechtigten Einwohner für die kommende Seniorenbeiratswahl (Ergebnis: 16,3 Sitze; aufgerundet auf 17).

Die Wahlen finden am 27. Januar 2021 statt. Spätestens bis zum 6. Januar 2021 sollen die Wahlunterlagen verschickt werden. Mögliche Kandidaten können ihre Bewerbungen bis zum 9. Dezember einreichen.

Ab sofort Wahlvorschläge möglich

Ab sofort können Wahlvorschläge bei der Verwaltung eingereicht werden. Wer eine Kandidatin oder einen Kandidaten vorschlagen will oder sich selbst zur Wahl aufstellen lassen möchte, kann per E-Mail oder auch telefonisch den entsprechenden Vordruck bei Michael Schniederjan anfordern und diesen anschließend auch dort nach telefonischer Terminvereinbarung wieder einreichen.
  • Kontakt: Michael Schniederjan, Rathaus, Dr.-Conrads-Str. 1, Raum 1.10
  • E-Mail: sozialamt@haltern.de / Telefon: 02364 933-250.
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