Der an die Autobahn 43 grenzende Silbersee I in Sythen soll nach den Plänen der Quarzwerke erweitert werden. © Hans Blossey
Sand-Tagebau

Silbersee-Pläne in Sythen gehen in die zweite entscheidende Phase

Die geplante Erweiterung des Sand-Tagebaus in Sythen geht nach der Beteiligung der Öffentlichkeit in die entscheidende Phase. Mehrere Stellungnahmen gingen bei der entscheidenden Behörde ein.

Das bergrechtliche Verfahren um die geplante Erweiterung des Sand-Tagesbaus durch die Quarzwerke GmbH in Sythen ist einen Schritt weitergekommen. Wie Peter Hogrebe von der für Bergbau zuständigen Bezirksregierung Arnsberg erklärte, sei die öffentliche Auslegung der Pläne nun beendet.

Wie berichtet, wollen die Quarzwerke den Silbersee I in Sythen – offiziell „Gewinnungssee Haltern-Sythen“ genannt – um 87 Hektar erweitern, das entspricht knapp 122 Fußballfeldern.

So würde in den nächsten 25 bis 30 Jahren eine insgesamt 250 Hektar große Seefläche entstehen. Denn neben der Erweiterung sollen eine 32 Hektar große, in direkter Nachbarschaft liegende und bereits von den Quarzwerken erworbene Teilfläche des ehemaligen Wasag-Gebiets und der Silbersee I langfristig zu einem einzigen Gewinnungssee verschmelzen. Dieser wäre zwar kleiner als der Halterner Stausee (307 Hektar umfassen Nord- und Südbecken), aber deutlich größer als die Hullerner Talsperre (150 Hektar).

13 Stellungnahmen werden nun geprüft

Nach Auskunft des Sprechers der Arnsberger Bezirksregierung waren nach der Auslegung im Frühjahr 13 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange eingegangen und geprüft worden. Um wen es sich dabei genau handelt, wollte Hogrebe nicht verraten. Auch bezüglich des Inhalts der Stellungnahmen hüllte er sich in Schweigen.

Im nächsten Schritt werde die Stellungnahmen nun mit allen Verfahrensbeteiligten erörtert- angesichts der Corona-Pandemie im Rahmen einer „Online-Konsultation“, wie der Sprecher es nannte. In den nächsten Wochen solle diese anberaumt werden. Hogrebe: „Wir hoffen, dass wir das bis August hinbekommen.“ Es sei erklärtes Ziel, das Verfahren „so schnell wie möglich“ zu beenden. Einen konkreten Zeitpunkt aber konnte er noch nicht ins Auge fassen.

Die Quarzwerke hatten den Antrag zum Ausbau der Tagebaus in Sythen im Oktober vergangenen Jahres bei der Bezirksregierung eingereicht. Zuvor war das planungsrechtliche Verfahren beim Regionalverband Ruhr abgeschlossen worden. Dieser hatte im September 2020 die Änderung des betreffenden Regionalplans einstimmig beschlossen. Die Stadt Haltern begrüßt die Pläne des Unternehmens.

Die Quarzwerke fördern jedes Jahr rund zwei Millionen Tonnen hochwertiger Quarzsande in Sythen.

Über die Autorin
Redaktion Haltern
Geboren in Dülmen, Journalistin, seit 1992 im Medienhaus Lensing - von Münster (Münstersche Zeitung) über Dortmund (Mantelredaktion Ruhr Nachrichten) nach Haltern am See. Diplom-Pädagogin und überzeugte Münsterländerin. Begeistert sich für die Menschen und das Geschehen vor Ort.
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Ingrid Wielens

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