Simon Wessel freut sich auf Abenteuer in Uganda

Freiwilligendienst "artefact"

Uganda bekam von Winston Churchill einst die Bezeichnung "Perle Afrikas". Ob sich hinter diesem klangvollen Beinamen wirklich einzigartige Naturschönheiten verbergen, wird der Sythener Simon Wessel erfahren: Der 19-Jährige wird dort die nächsten sechs Monate leben und arbeiten - woran genau, weiß er allerdings noch nicht.

Sythen

, 22.09.2015, 17:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Simon Wessel fliegt am Mittwochmorgen (23, September) nach Afrika.

Simon Wessel fliegt am Mittwochmorgen (23, September) nach Afrika.

Am Mittwochmorgen (23) fliegt er von Frankfurt über Brüssel nach Entebbe mit Ziel Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Sechs Monate wird der 19-Jährige als Freiwilliger der gemeinnützigen Organisation „artefact“ in Uganda arbeiten.

„Sicherlich ist das ein Abenteuer. Ich habe keine Ahnung, was auf mich zukommt. Aber ich bin neugierig darauf, in ein fremdes Leben einzutauchen, einen anderen Blick auf die Welt zu gewinnen“, sagte er kurz vor seinem Abflug gegenüber der Halterner Zeitung.

Projekte in Ostafrika

Seit 2008 entsendet die in Glücksburg ansässige Gesellschaft „artefact“ Freiwillige nach Ostafrika. Bei den Projekten vor Ort steht die Wissensvermittlung auf dem Gebiet erneuerbarer Energien und umweltfreundlicher, ressourcenschonender Techniken im Fokus.

Die Projekte reichen vom Solaranlagenbau bis hin zur Einrichtung von Fahrradwerkstätten. Simon Wessel kennt sein Aufgabengebiet noch nicht so genau. „Zunächst soll ich aktiv Öffentlichkeitsarbeit begleiten und dann auch eigene Projekte entwickeln.“

Kurzfristig Planungen geändert

Eigentlich wollte der 19-Jährige nach seinem Abitur am Richard-von-Weizsäcker-Kolleg Dülmen nach Südamerika. Doch er orientierte sich kurzfristig um und „landete“ in Afrika. Auf die Zeit dort freut er sich. „Ich glaube, ich werde nicht nur meine Persönlichkeit weiter entwickeln, sondern letztlich auch die derzeitige Flüchtlingsproblematik aus anderer Perspektive betrachten können“, sagt Simon Wessel.

Uganda kennt auch das: Die Unruhen im Osten der Demokratischen Republik Kongo und im Südsudan haben gelegentlich Auswirkungen auf angrenzende Gebiete in Uganda, insbesondere durch den Zustrom von Flüchtlingen.

Werbung für das Projekt

Einen Teil der Reise muss Simon Wessel selbst finanzieren. Er hat dafür gearbeitet, hat beispielsweise auf dem Heimatfest an einem Stand das Projekt beworben. Über Unterstützer würde er sich freuen. Genauso wie über das Interesse an seiner Arbeit. Simon Wessel wird in Rundmails über seine Tätigkeit und das Leben vor Ort regelmäßig berichten. 

Die Freunde haben in der letzten Woche eine Abschiedsparty für Simon organisiert. Diese schöne Erinnerung und Familienfotos nimmt er heute mit auf die Reise in ein für ihn unbekanntes Land, dessen Naturschönheiten und Alltag er nun entdecken möchte. 

Wer über den Einsatz informiert sein möchte, sendet eine E-Mail an simon.in.kampala@gmail.com. Unterstützung für den Freiwilligendienst und die zukunftsfähige Entwicklung Ugandas: artefact gGmbH, Nord-Ostsee-Sparkasse; IBAN: DE 78 2175 0000 0186 0625 68; BIC NOLADE21NOS; Verwendungszweck: YSA8.

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