Lippeverband

Spaziergänger aufgepasst: Schafe „mähen“ die Lippe-Deiche

Sie sind ökologischer Rasenmäher und Deichschützer in einem: die 500 Schafe von Schäfer Heinz Hüppe. Jedes Jahr sind sie an den Lippe-Deichen in Haltern und Marl für den Lippeverband im Einsatz.
Schafe sorgen für Hochwasserschutz in Haltern. © Rupert Oberhäuser

Mit ihren Hufen sorgt die Schafsherde von Schäfer Heinz Hüppe für eine gute Verdichtung des Deichbodens. Das sorgt für seine Stabilität und den Schutz vor Hochwasser. Sie „mähen“ den Rasen, sodass eine maschinelle Mahd nicht notwendig ist. Gleichzeitig wirken ihre Hinterlassenschaften als natürlicher Dünger für die dichte Grasnarbe, die jeder Deich braucht.

Bis die neuen offiziell bereit sind, pflegt der Lippeverband die Bestandsdeiche weiter. Daher werden insgesamt vier Bereiche durch die Tiere abwechselnd in Schuss gehalten: der alte und der neue Deich, die Baustraße und der Weg entlang des neuen Deiches. Der Bereich, in dem sich die Tiere jeweils aufhalten, wird eingezäunt und für Spaziergänger gesperrt. Die anderen drei Wege sowie auch die alte Bahntrasse sind offen und können ungehindert benutzt werden.

Lippeverband bittet um Beachtung der Sperrungen

Die Sperrung des jeweiligen Weidebereiches dient dem Schutz der Merinoschafe. Kommt bei nicht-angeleinten Hunden der Jagdinstinkt durch, hetzen sie die Schafe. Zudem können Viren im Hundekot unter Umständen bei Schafen schwere Erkrankungen auslösen.

Der Lippeverband und Schäfer Hüppe bitten daher Spaziergänger um Rücksichtnahme. Seit nunmehr 47 Jahren sorgen die Schafe für die Sicherung des Deiches.

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