SPD Haltern drängt auf den Neubau eines weiteren Kindergartens

Haltern hat in den vergangenen Jahren über 200 neue Kitaplätze geschaffen. Aber das sind noch nicht genug, findet die SPD. Die Partei beantragt, einen weiteren Kindergarten zu bauen.
Baufläche Krumme Meer: Hier hat die Stadt ein Grundstück für einen neuen Kindergarten reserviert. © Jürgen Wolter

Alle Kinder über drei Jahren erhalten einen Kindergarten-Platz, dafür aber nur 75 Prozent der Kinder (mit Rechtsanspruch) ab einem Jahr. Die SPD findet das Angebot nicht ausreichend. Fraktionsvorsitzende Beate Pliete und Anne Feldmann, Sprecherin im Ausschuss Generationen und Soziales, beantragen deshalb, der Rat möge den Bau eines weiteren, zwei- bis drei-gruppigen Kindergartens beschließen.

„Mit der DRK-Juniorkita, der Martin-Luther-Kita, der AWO-Kita-Lohausstraße und dem Umbau der Martin-Luther-Schule in eine Tageseinrichtung sowie der geplanten Kita in den Katharinenhöfen sind mehr als 200 neue Plätze entstanden beziehungsweise in Planung“, schreiben Beate Pliete und Anne Feldmann. Trotzdem müssten bestehende Einrichtungen mit Überhangplätzen und Notgruppen aushelfen. Aktuell stünde zu befürchten, dass einige befristete Ausnahmeregelungen auslaufen.

Arbeit der Kindertagespflege nicht in Abrede stellen

Um die Betreuungslücke in Haltern zu schließen, wäre aus Sicht der SPD eine weitere Kita unverzichtbar. Platz dafür ist auf der bereits im Grundsatzbeschluss bestimmten Fläche „Krumme Meer“. Ein weiterer guter Baustein zur Abdeckung des Bedarfes sei die Kindertagespflege. Sie diene jedoch nicht mehr als Puffer, sondern sei zur festen Einrichtung geworden.

Auf Anfrage der SPD-Fraktion antwortete Kämmerer Dirk Meussen, dass die städtischen Kosten nach Abzug von Landeszuschüssen und Elternbeiträgen für einen Kita-Platz 3018,25 Euro betragen, die Kosten eines Platzes in der Tagespflege 7242,80 Euro – mehr als das doppelte und das pro Platz bei rund 140 Kindertagesbetreuungsplätzen.

„Daher ist für uns, die SPD-Fraktion, völlig klar, dass der Bau einer weiteren Kindertageseinrichtung nicht nur ein familienfreundliches Obligo, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist“, schreibt die SPD in ihrem Antrag. Der Bau einer weiteren Tageseinrichtung bedeute allerdings keineswegs, die pädagogische Arbeit der Kindertagespflege in Abrede zu stellen.

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